Ernüchterung folgt auf dem Fuße

Handball: Landesligist TV Borken gerät aus der Spur und verliert in Homberg 25:26

 

Die Katerstimmung folgte auf dem Fuße nach dem berauschenden Triumph vor einer Woche über den TV Kapellen. Beim 25:26 (16:11) beim VfB Homberg II mussten die Spitzenreiter-Besieger des TV Borken eine ärgerliche Schlappe hinnehmen.

 

Musste mit seinem TV Borken in Homberg eine bittere Pille schlucken: Sven Finke.

Die Rolle als erster Verfolger des HC TV Rhede ist der Landesligist von Trainer André Slawski damit vorerst los. Nach der vierten Auswärts-Niederlage sagte der Coach jedoch: „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Im Gegenteil: Die erste Hälfte war unsere bisher beste in dieser Saison auswärts.“

In der sah der Gast schon wie der sichere Sieger aus. Denn nach elf Minuten führte Borken bereits mit 6:1 und auch zur Halbzeit noch mit einer Fünf-Tore-Differenz. „Eine clevere Mannschaft hätte anschließend die zwei Punkte problemlos mitgenommen. Wir aber haben uns verunsichern lassen“, meinte Slawski und ergänzt: „Das ist ein Zeichen, dass wir noch nicht soweit sind, um ganz oben mitzuspielen.“

Denn als Hektik ins Spiel kam, das Publikum die Aufholjagd der Homberger frenetisch begleitete, ging Borken die Spielkultur verloren. Der überragende Jens Kirchner im Tor erledigte seine Arbeit zwar durchgehend „bärenstark“ (Slawski), im Angriff aber haperte es plötzlich. „Mit neun Toren in der zweiten Hälfte ist ein Spiel nur schwer zu gewinnen“, sagte der TVB-Coach, der mitansehen musste, wie der Vorsprung seines Teams im zweiten Durchgang nur so dahinschmolz. Mit 20:15 führte Borken noch nach 41 Minuten, mit 23:19 auch noch zwölf Minuten vor Schluss. Drei Zeigerumdrehungen später aber hatte Homberg zum 23:23 ausgeglichen und dann ging dann sogar erstmalig in Front. Der Gast bäumte sich noch mal auf, kassierte dann aber 19 Sekunden vor Schluss in Unterzahl per Siebenmeter den spielentscheidenden Gegentreffer.

TV Borken: J. Kirchner, Schwital, Rensing (Tor); Fellmann (5/3), Horbach, Spangemacher (je 4), Wienand, Beckmann (je 3), Heling, Reindl (je 2), Arndt, Steg-
ger (je 1), Finke, L. Kirchner, Frese

Weil die Zweite der HSG RW Oberhausen TV zum dritten Mal in dieser Saison zu einem Landesliga-Spiel nicht antrat, wurde sie aus dem Spielbetrieb ausgeschlossen. Das vorherige Schlusslicht hatte aber ohnehin zuvor erst einen Sieg errungen.