Oberliga-Damen übersehen die große Chance

Handball: TV Borken unterliegt gegen Aldekerk II mit 24:31

 

Die zehnte Saison-Niederlage der Oberliga-Damen des TV Borken warf mehr Fragen auf, als dass sie Antworten gab.

 

Auch Sarah Milsom-van de Loecht (links), hier gegen Aldekerks Alina Spriewald und Lucie Veermann (rechts), musste Borkens zehnte Saison-Niederlage zur Kenntnis nehmen.

Hat die Mannschaft gegen den TV Alderkerk II einfach den durchaus möglichen Sieg übersehen? Warum agierte die Mannschaft im Angriff so hektisch? Aber vor allem diese Frage stellt sich: Wie und wo sollen die von Trainer Andreas Stolz angepeilten 16 Punkte für den Klassenerhalt noch geholt werden? Der Klub jedenfalls täte gut daran, zweigleisig zu planen. Denn nach der 24:31 (13:14)-Heimniederlage gegen den Tabellenvierten bleibt das Borkener Punktekonto bei sechs Zählern stehen. Der Weg zurück in die Verbandsliga ist kaum noch abzuwenden.

„Spielerisch waren wir nicht schlechter. Aber uns fehlte die Struktur im Angriff“, sagte Stolz nach einer Begegnung in der man den Eindruck gewinnen konnte, dass diesem Team der Glaube an die eigene Stärke flöten gegangen ist. „Da war viel Angst mit im Spiel“, meinte Stolz, dessen Oberliga-Vorletzter auf ordnende Hände wie die von Astrid Heidt und Lena Swoboda verzichten musste. Linksaußen Maike Hörnemann schwang sich zu einer überragenden Leistung auf. Auch Eva Brun erwischte einen guten Tag. Beide erzielte zusammen 16 der 24 Borkener Treffer, die aber nicht zum Erfolg reichten.

 

„Tolle erste Halbzeit„

„Ich habe jedoch eine tolle erste Halbzeit gesehen“, sagte Stolz. In der hatte sich seine Mannschaft als unnachgiebig erwiesen, sich auch von Vier-Tore-Rückständen nicht beeindrucken lassen und zur Hälfte der Partie noch alle Chancen auf den Sieg.

Nach dem Seitenwechsel aber riss der Kontakt zum Gegner ab. Ohne sich zu steigern, zog Aldekerk auf und davon und profitierte dabei von Unzulänglichkeiten der Gastgeberinnen im Angriff. In dem wurden allzu häufig die komplizierten Wege gesucht, wenn die einfachen zielführender gewesen wären. Die Ruhe und Übersicht fehlte. Bereits unmittelbar nach der Pause erhöhte der Gast auf 18:14 (34.), Borken kam anschließend nicht mehr auf Schlagdistanz. Und das obwohl auch Sabine Bruckmaier im Tor eine starke Leistung zeigte und hielt, was zu halten war. Beim 27:22 (53.) hatte Alderkerk erstmals fünf Treffer zwischen sich und Borken gelegt. Zu diesem Zeitpunkt stand der Sieger jedoch schon fest.

TV Borken: Bruckmaier, Hüging (Tor); Hörnemann, Brun (je 8), Milsom-van de Loecht (3), Stroick, Nickelmann (je 2), Hövelbrinks (1), Spangemacher, Jödden, Thiery