Absteiger Borken lässt Anrath nicht wirklich mitspielen

Handball: Verbandsligist gewinnt klar, Landesligist verliert deutlich

 

Unmissverständlich formulierte am Sonntag die Damen des TV Borken ihren Anspruch auf einen Spitzenplatz in der Verbandsliga. Beim 29:21 (16:9) ließ die Auswahl des Trainergespanns Jörg Levermann und Michele Grimmelt dem TV Anrath keine Chance. „Man hat die Spielfreude gesehen“, sagte Levermann zufrieden nach der geglückten Heimpremiere. Und Grimmelt meinte: „Wir haben unsere gesamte spielerische und personelle Variabilität ausgespielt. Mit Erfolg.“

 

Nicht zu halten ist in dieser Szene Borkens Isabelle Spangemacher von der Anratherin Jana Sindern (links) auf ihrem Weg zur 27:19-Führung.

Als sich bei den Borkenerinnen beim Stand von 22:15 Mitte der zweiten Hälfte ein paar Nachlässigkeiten einschlichen, nahm das Trainer-Duo eine Auszeit. „Nicht nachlassen. So, als ob‘s 0:0 stehen würde“, gab er seinen Akteurinnen mit auf den Weg für die letzten 18 Minuten. Eine Bemerkung, die das Selbstverständnis der Oberliga-Absteigers ausdrückt. Der will eben gewinnen, aber dabei auch Dominanz versprühen.

„Natürlich haben wir von der frühen klaren Führung profitiert“, gestand Levermann, dessen Team einen 5:1-Start hinlegte und dabei den Gast zu einem Spielball degradierte. Anschließend hatte Borken den Gast jederzeit im Griff, zog Tempo und Dynamik an, wenn’s nötig war. Dabei agierte der TV Borken nicht mit brachialer Gewalt sondern mit Köpfchen und Spielwitz. Da wirkte vieles so leicht und locker, was im Matchplan verankert war und in der Vorbereitung hart eingeübt wurde.

Hinten stand der Gastgeber kompakt und agierte wie Abfangjäger bei den Angriffsbemühungen der Anratherinnen. Und im Angriff sprühte Borken nur so vor guten Ideen. Zur Pause stand der Sieger längst fest, danach wechselten die Teams nicht nur die Seiten sondern auch die TVB-Trainer kräftig durch. „Die mannschaftliche Geschlossenheit war beeindruckend“, sagte Levermann über ein Team – mit elf Torschützinnen.

TV Borken: Bruckmaier, Raphael (Tor); Brun (6/2), Hörnemann, Hövelbrinks, Langenhoff (je 4), Spangemacher, Lechtenberg, Milsom-van de Loecht, Meier (je 2), Thiery, Stroick, Möllmann (je 1), A. Swoboda

 

Landesliga-Herren von Dinslaken beeindruckt

 

Einen rabenschwarzen Tag gegen einen zeitgleich starken Gegner dagegen erwischten die Herren des TV Borken in der Landesliga beim MTV Rheinwacht Dinslaken II. Mit einer herben 20:31 (7:17)-Enttäuschung kehrt das Team von Trainer André Slawski am zweiten Spieltag zurück vom Niederrhein. „Sieben Tore in fremder Halle bis zur Pause – das ist mehr als ein Schlag ins Gesicht“, ärgerte sich der Coach.

„Wir waren von der aggressiven Dinslakener Verteidigung schwer beeindruckt“, sagte Slawski. „Und auch die ersten acht Minuten der zweiten Hälfte gingen fast kampflos mit 6:0 an Dinslaken.“ Da stand‘s 23:7 für die Hausherren. Der TVB-Trainer nahm eine Auszeit und sich in der das Team zur Brust. „Anschließend waren wir zumindest auf Augenhöhe“, stellte er fest, aber auch zähneknirschend: „Dinslaken war klar besser.“

TV Borken: Rensing, J. Kirchner (Tor); Stegger, Horbach (je 3), Fellmann (3/1), Frese, Reindl, Arndt (je 2), Wienand, Beckmann, Spangemacher, Finke. J. Slawski (je 1), Kass