Ein Stresstest für den Verbandsligisten TV Borken

Handball: Damen stehen binnen sechs Tagen 17 Stunden in der Halle und testen zweimal

 

Vier Wochen Training liegen hinter den Verbandsliga-Handballerinnen des TV Borken. Weitere vier Wochen verbleiben noch bis zum ersten Punktspiel gegen den HC TV Rhede. Doch mit einem Bergfest zur Halbzeit der Vorbereitung hatte das wenig zu tun, was sich das Trainer-Gespann Jörg Levermann und Michele Grimmelt da vergangene Woche für die Mannschaft ausgedacht hatte.

 

Da geht’s lang: Die Borkener Trainer Michele Grimmelt (links) und Jörg Levermann (rechts), hier mit Johanna Künstler, bereiteten ihren Handball-Verbandsligisten in der vergangenen Woche besonders intensiv auf die am 19. September beginnende Saison vor.

Neun Trainingseinheiten in sechs Tagen, inklusive zweier Tests. „Wir waren insgesamt 17 Stunden in der Halle“, so Levermann und konnte damit auch die 18:25-Niederlage im abschließenden Test gegen den Landesligisten BSV Roxel erklären. „Wenn da eine Spielerin nicht über einen müden Körper und Kopf geklagt hätte, dann hätten wir Trainer in den Tagen zuvor etwas falsch gemacht“, sagt er.

„Wir wollten viel ausprobieren, Grenzen ausloten und erfahren, wo die Mannschaft in etwa steht“, sagt Grimmelt nach dem tiefen Griff in den Experimentierkasten. „Und die Mannschaft hat uns im positiven Sinne überrascht. Wir jedenfalls sind mit dem Leistungsstand im Team hochzufrieden.“ Er schränkt jedoch ein: „Wie wir aber im Vergleich zur Konkurrenz in der Verbandsliga dastehen, das wissen wir natürlich nicht.“

Aufschlüsse darüber, wie das Team im Kollektiv funktioniert, und das mit unterschiedlichen taktischen Vorgaben, erhielt das Trainer-Duo jedoch nun nicht zuletzt in den beiden Testspielen. Es waren mitunter Stresstests für die Spielerinnen, die die Coaches in den Partien mitunter von ihren angestammten Positionen holten, um sie auf ungewohnten zu erproben. „Wir möchten flexibler werden und unberechenbarer für den Gegner“, erklärt Levermann.

Was geht, was nicht? Er und Grimmelt bekamen erhoffte Antworten und können ihre Erkenntnisse nun in die zweite Phase der Vorbereitung einarbeiten.

Der BSV Roxel hatte in der zweiten Halbzeit gegen dann müder agierende Borkenerinnen die Partie noch zu seiner Gunsten gedreht. Tags zuvor hatte der TV Borken dem Oberligisten Fortuna Düsseldorf über weite Strecken paroli geboten, ehe auch diese Partie mit 21:25 verloren ging. „Aber die Ergebnisse waren zweitrangig, wenn überhaupt“, so Grimmelt, der mit der bisherigen Vorbereitung des Verbandsligisten „mehr als zufrieden“ sei. „Die Entwicklung ist gut, die Trainingsbeteiligung hoch. Und dafür, dass wir in den Ferien und auch samstags in die Halle durften, sind wir sehr dankbar.“

Am kommenden Wochenende steht Test Nummer drei ins Haus. Dann geht‘s gegen den Landesligisten MTV Rheinwacht Dinslaken.