Ein Triumph mit Licht und Schatten

Landesliga: TV Borken feiert einen 28:26-Erfolg im Derby gegen den TSV Bocholt

 

Zwei Punkte und Prestige standen auf dem Spiel im Derby der Handball-Landesliga zwischen dem TV Borken und dem TSV Bocholt. Drum war Borkens Trainer André Slawski froh, dass sein Team gegen den Tabellenelften beides einsackte – beim 28:26 (15:12)-Erfolg. Richtig glücklich aber wirkte er nicht nach dem fünften Saisonsieg. Er sagte: „Wir spielen nicht schön, wir können das besser.“

 

Gehörte zu besten Borkenern beim 28:26-Derbysieg in der Nünning-Halle gegen den TSV Bocholt: Johann Slawski.

Die letzten zehn Minuten hatten ihn zunächst in beste Stimmung versetzt. Die dann aber kippte, weil Borken einen Fünf-Tore-Vorsprung verdaddelte, 55 Sekunden vor Schluss den Anschlusstreffer zum 26:27 hinnehmen musste, ehe Jan-Hendrik Gesing den entscheidenden 28. Treffer markierte.

Zuvor hatten sich die Kontrahenten einen spannenden Schlagabtausch geliefert, in dem die Hausherren durchgehend die Nase vorn hatten. In der ersten Hälfte hatte sich ihr Vorsprung auf drei Tore eingependelt, in der zweiten kam Bocholt vor allem über Tore durch die Mitte zeitweise bis auf einen Treffer heran.

Tragende Säulen bei den Borkenern waren Johann Slawski, Marcel Beckmann und Schlussmann Volker Rensing, der gleich mehrere Siebenmeter parierte.

Zeitweise war da richtig Zug drin in den Aktionen der Borkener, die sich dann aber auch wieder spielerische Auszeiten gönnten, Handball malochen mussten, um die körperlich präsenten Gäste in Schach zu halten. Denn die präsentierten sich auch nachdem Sebastian Kass die Borkener erstmals mit vier Toren in Front brachte (51.) und Beckmann kraftvoll gar zum 26:21 erhöhte (52.) als wehrhaft – und mobilisierten nochmal alle Kräfte, während die Hausherren mal unkonzentriert, mal überhastet abschlossen. Ein Durchhänger, der allerdings folgenlos blieb.