Im Rückraum klemmt’s beim TV Borken

Handball: Landesligist startete furios, rangiert nach fünf Spielen aber nur auf Rang zehn

 

Mit einer imponierenden Leistung beim Verbandsliga-Absteiger SV Straelen (30:25) waren die Landesliga-Handballer des TV Borken in die neue Saison gestartet. Doch dann sah‘s so aus, als hätte jemand die Energiezufuhr beim Tabellenvierten der Vorsaison gekappt. Es folgten vier sieglose Partien am Stück. „Wir verfallen nach dem nicht optimalen Start aber nicht in Hektik“, sagt Trainer André Slawski in der dreiwöchigen Spielpause, die erst am 3. November mit dem Heimspiel gegen Aufsteiger TV Biefang endet.

 

Der Handball-Landesligist von Trainer André Slawski (links) und Co. Jens Bietenbeck legte einen dürftigen Saisonstart hin.

Mit 3:7 punkten rangieren die Borkener derzeit nur auf dem ersten zweistelligen Tabellenrang. Slawski betont jedoch: „Wir befinden uns im Umbruch, mussten vier Rückraumspieler ersetzen. Es war von vornherein klar, dass dies eine schwere Aufgabe wird. Von daher machen wir der Mannschaft keinen Vorwurf.“

Gleichwohl ärgert er sich: „Spiele wie daheim gegen Lintfort und am Sonntag in Bottrop hätten wir gewinnen müssen.“ In beiden Partien führte Borken bis zur 40. Minute jeweils mit vier Toren – 15:11 gegen Lintfort und 16:12 in Bottrop. „Aber dann fehlen unserer jungen Truppe die entscheidende Charaktere, die so ein Spiel mit Cleverness und Routine anführen und so ein Spiel nach Hause bringen.“ Wie gehemmt hatte der TV Borken in den Schlussphasen gewirkt. Zwingende Aktionen vor dem gegnerischen Gehäuse wurden zur Mangelware.

Dabei hat der TVB mit Johann Slawski, Leon Arndt, Eric Feldevert, Max Horbach und Carlo Kersting durchaus Akteure in seinen Reihen, die stark im Eins-gegen-eins sind, immer wieder zum Kreis durchbrechen können. Slawski vermisst jedoch die Durchschlagskraft aus dem Rückraum. Er schreibt seinem Team ins Auftragsbuch: „Wir müssen mehr aus neun Metern aus dem Rückraum agieren. Wir brauchen mehr Shooter-Qualitäten, wie sie Marcel Beckmann mitbringt.“ Der Zwei-Meter-Mann fehlte jedoch in den letzten Spielen gegen Hiesfeld, Issum und Bottrop aufgrund einer Verletzung am Daumen.

Immerhin: In der Abwehr setzt der TV Borken auch in dieser Spielzeit eine gute Tradition fort. In der Vorsaison stellten die Kreisstädter mit nur 23,6 Gegentoren im Schnitt die beste Landesliga-Abwehr. Nach fünf Partien der neuen Saison sind’s nur marginal mehr: exakt 24. Wenn’s nun noch im Angriff funktionieren würde…