In der Fremde muss beim TV Borken mehr passieren

Handball-Landesliga: Trainer André Slawski will Platz vier zumindest bestätigen

 

Die Messlatte liegt hoch, die Fallhöhe ist dementsprechend groß. André Slawski, Trainer des Landesligisten TV Borken, weiß das. „Die Liga ist wesentlich stärker als in der vergangenen Saison“, sagt er, ballt in der Tasche aber die kämpferische Faust. „Mit Blick auf die sehr erfolgreiche vergangene Saison dürfen und müssen wir als Tabellenvierter auch für die kommende das Ziel verfolgen, diese Leistung zu bestätigen.“

 

Will vor allem auswärts stärker werden: Der Landesligist TV Borken mit (oben von links) Leon Arndt, Steffen Wienand, Sebastian Kass, Sven Finke, Eric Feldevert und Maximilian Horbach, (Mitte von links) Co-Trainer Jens Bietenbeck, Sebastian Spangemacher, Marcel Beckmann, Florian Fellmann, Simon Stegger und Trainer André Slawski sowie (unten von links) Jan-Hendrik Gesing, Lukas Kirchner, Frederic Schwital, Jens Kirchner, Volker Rensing, Maximilian Reindl und Johann Slawski. Auf dem Foto fehlt Sergei Frese.

Hinein in die nächste Runde, in der zum Auftakt der amtierende Vizemeister der Liga in Borken gastiert. Am Sonntag kreuzt um 11.15 Uhr der TV Issum in der Mergelsberg-Halle auf. Und die Issumer gehören für Slawski neben Rhede und Absteiger Styrum auch in dieser Spielzeit zu den Top-Anwärtern auf die besten Plätze.

Rang eins in der Vorsaison dagegen hatten die Borkener für sich beansprucht. Jedoch nur als heimstärkstes und dort sogar verlustpunktfreies Team. Weshalb Slawski nun zwar nicht die Vorbereitung in fremde Hallen verlagert hat, jedoch den großen Wunsch äußert: „Diese Stärke wollen wir untermauern. Aber wir sollten mehr Punkte in der Fremde sammeln.“

Die achtwöchige Vorbereitungsphase mündete beim TV Borken am vergangenen Wochenende in einem dreitägigen Trainingslager, inklusive drei Testspiele. Verbandsligist TV Kapellen wurde mit 28:27 geschlagen, gegen den Bezirksligisten TV Biefang setzte es eine 21:23-Niederlage, ebenso gegen den Landesligisten Westfalia Kinderhaus beim 20:22.

Ergebnisse, auf die Slawski jedoch nicht viel gibt. Er sah vielmehr eine Entwicklung im Team. „Im Angriff brauchen wir zwar noch mehr Durchschlagskraft. In der Abwehr sind wir aber schon sehr gut organisiert und haben auch genügend Power.“

Die Abgänge von Wilhelm Heling und Tim Westheider sollen drei Neue kompensieren. Trainer-Sohn Johann und Jan-Hendrik Gesing kommen aus der A-Jugend. „Jan-Hendrik ist ein Wühler am Kreis und bringt den entsprechenden Körperbau für diese Position mit“, sagt Slawski. Und über seinen 1,90-Meter großen Sohn, der links im Rückraum seine Arbeit verrichten soll, sagt er: „Er ist trotz seiner Größe sehr schnell und wendig.“ Vorsichtig will er das junge Duo an die Aufgaben im Seniorenbereich heranführen.

Während Volker Rensing und Max Reindl das Kapitänsamt bekleiden werden, gibt’s auch eine Wiedersehen mit Sebastian Kass. Der kehrte zurück nach Borken. Slawski ist überzeugt davon: „Der ist ungemein fit, kann 60 Minuten Vollgas geben.“