Mit 80 Prozent zum vollen Ertrag

Landesliga: TV Borken besiegt den Tabellendritten SV Schermbeck mit 30:26

 

Mit dem Tabellendritten SV Schermbeck ließ der TV Borken am Sonntag erneut einen ambitionierten Landesligisten über die Klinge springen. Mit 30:26 (13:11) triumphierten die Borkener, die jedoch nicht ihre volle Drehzahl erreichten. „Wir können mehr. Das waren vielleicht 80 Prozent“, sagte Borkens Trainer André Slawski, dem das jedoch auch irgendwie wurscht war. Schließlich war Saisonsieg Nummer 13 eingetütet, beim Gast hatte man das letzte Fünkchen Hoffnung auf den Aufstieg gelöscht und sich ganz nebenbei auch für die 21:27-Hinspielpleite revanchiert.

 

Borkens Lukas Kirchner (Mitte) setzt sich in dieser Szene gegen die Schermbecker Moritz Schmäing (links) und Jan Dräger-Gillessen durch und erzielt den Treffer zur zwischenzeitlichen 5:2-Führung der Hausherren.Ilgen

Teils wild ging’s zu auf dem Feld in der Mergelsberg-Halle, in der lange Spannung Trumpf war, spielerisch aber einiges auf der Strecke blieb. „Das war schon bisweilen abenteuerlich“, sagte Slawski über die Leistung seines Teams, das vorne und hinten starke, aber auch schwache Phasen hatte.

In der ersten starken Phase setzten sich die Hausherren gegen die groß gewachsenen Schermbecker auf 9:4 (17.) ab. Hinten packten sie zu, im Angriff nutzten sie die sich bietenden Lücken. Dann aber kam der Umkehrschub. Eine doppelte Unterzahl bremste die Gastgeber aus, die nach 23 Minuten nur noch mit 10:9 in Front lagen und bis zur Pause etwas gleichgültig agierten.

 

Zum Hit von Chris de Burgh „High on Emotion“ aus dem Jahr 1984 kamen die Teams zurück aufs Feld. Und prompt zeigten die Borkener wieder Emotionen. Vom 13:11-Halbzeitstand zog der Tabellensechste bis auf 16:11 (34.) davon. Hinten fischte Frederic Schwital teils mit Fußabwehren in Schulterhöhe die Versuche der Schermbecker ab, in Ballbesitz dachten die Borkener an das Wesentliche: nämlich an Tore.

Doch auch diese Drangphase endete abrupt. Schermbeck berappelte sich, die Hausherren versteckten sich wieder, ließen hinten viel zu und vorne den Zug vermissen.

Mit einer 23:22-Führung (49.) ging‘s in die Schlussphase, ein klasse Tor des starken Max Horbach zum 25:22 sorgte für eine Vorentscheidung. Als Florian Fellmann per Siebenmeter zum 28:24 traf (55.), war der Widerstand der Gäste gebrochen. Ein zufriedener Coach Slawski sieht nach erfolgreichen 60 Minuten aber anders aus.

TV Borken: Rensing, Schwital (Tor); Spangemacher (5), Horbach (4), Fellmann (4/3), Arndt, Frese (je 3), L. Kirchner, Feldevert, Kass, Reindl (je 2), Wienand, Beckmann, J. Slawski (je 1)