Quartett aus der Zweiten stopft Löcher

Quartett aus der Zweiten stopft Löcher

Handball: Verbandsliga-Damen des TV Borken starten in eine schweißtreibende Vorbereitung

 

Erst am kommenden Dienstag nehmen die Verbandsliga-Handballerinnen des TV Borken offiziell wieder das Training auf. Bereits im Vorfeld der Vorbereitung auf die am 15. September mit dem Nachbarschaftsduell gegen den HC TV Rhede beginnende Spielzeit kündigt Jörg Levermann jedoch an: „Die vergangene Saison war nett und gut. Aber jetzt hat der Spaß ein Ende.“

 

Verlässt den TV Borken und schließt sich der gleichklassigen DJK Coesfeld an: Christin Thiery (links).

Eine Aussage, die der Coach zwar mit einem Lächeln untermalt, die jedoch verdeutlichen soll, an welcher Stelle er und sein Trainer-Kollege Michele Grimmelt vor allem noch Luft nach oben im Team sehen. „Wir sollten unsere Fitness verbessern. Daran werden wir arbeiten. Schließlich werden in der zweiten Halbzeit die Spiele gewonnen“, sagt Levermann, aber auch: „Wir wollen zwar das Beste herausholen. Aber die Freude am Sport darf und wird der Mannschaft dabei nicht verloren gehen.“

Eintracht Duisburg hatte der TV Borken in der Saison nach dem Oberliga-Abstieg den Vortritt lassen müssen. „Na klar wollen wir nun wieder oben angreifen“, sagt er, weiß jedoch um den hohen Anspruch dieser Aufgabe.

Zumal drei Akteurinnen der Mannschaft nicht mehr zur Verfügung stehen werden. Etwas überraschend nun auch Christin Thiery. Sie wechselt zum Verbandsligisten DJK Coesfeld. Schon zuvor hatte Lisa Schultz ihren Abgang zum Neu-Oberligisten Duisburg angekündigt. Sabine Bruckmaier möchte darüber hinaus eine Handball-Pause einlegen, steht jedoch noch in den ersten zwei, vielleicht drei Saisonpartien ihre Frau im Tor. Was wichtig ist. Denn erst im Herbst dürfte Fabienne Rafael ihre Muskelverletzung auskuriert haben und zurück zwischen die Pfosten kehren. „Mit Sabine bricht uns ein starker Rückhalt weg“, sagt Levermann, der vermutlich auch noch weiterhin auf die Kreuzbandverletzte Torschützin vom Dienst Lena Swoboda verzichten muss.

Drum schaute sich das Trainerteam vor allem im eigenen Klub nach Ergänzungen um, die bestenfalls sogar Verstärkungen sind. „Wir wollen damit auch die Verzahnung der Teams innerhalb des Vereins verdeutlichen“, erklärt Levermann, der aus der zweiten Mannschaft Sandra Tepferd, Christin Nondorf, Sophia Pohlhuis und Nicole Möllmann in seine Trainingsgruppe beorderte. Ein Quartett, dem die Coaches in der Vorbereitung auf den Zahn fühlen, aber nicht auf Deubel komm raus in die Verbandsliga-Truppe hochziehen wollen. „Schließlich wollen wir keine Mannschaft in unserem im Verein sinnlos schwächen“, stellt Levermann klar, der bevorzugt die Kräfte bündeln will. Weshalb das Trainer-Duo auch Übungseinheiten mit den Landesliga-Herren geplant hat. Dazu Spinning, Lauf- und Boxtraining sowie natürlich einige Testspiele.

„Es wird anstrengend, aber auch abwechslungsreich in der Vorbereitung“, kündigt Levermann an und freut sich auf den Start in seine zweite Saison als Coach. Und auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten, aber auch aufs Kennenlernen von Neulingen der Verbandsliga-Staf-
fel 1. Und die heißen SSG Wuppertal/HSV Wuppertal II, Welfia Mönchengladbach und VfL Rheinhausen.