Sportler im Portrait: Esther Langenhoff

Vorstellung der Nominierten zur Wahl zum Sportler des Jahres

 

Drei Nominierte für die Wahl zum Sportler des Jahres fehlen noch. Dieses Mal geht es mit Esther Langenhoff weiter. Wir stellen die Sportler mit einem ausführlichen Text, einem Video und einem kurzen Steckbrief vor. Wenn auch Sie das Spezial kostenlos lesen wollen, dann registrieren Sie sich einfach bei uns. Klicken Sie auf den Artikel und wir leiten Sie durch die Registrierung.

 

BZ Sportler des Jahres Nominiert: Ester Langenhoff

Torhungrige Senkrechtstarterin

Vor zwölf Jahren kam ihr Vater auf den Gedanken, ob Handball nicht etwas für die Tochter sein könnte. Esther Langenhoff dachte kurz nach, entschloss sich zum Selbstversuch, packte ihre Sporttasche, ging zum Training der Juniorinnen des TV Borken – und fing sofort Feuer.

Und noch heute zündelt sie. Und wie. Längst nicht mehr beim Nachwuchs, sondern bei den Verbandsliga-Damen des Klubs. „Sie ist eine herausragende Leistungsträgerin“, sagt Coach Jörg Levermann über die 20-Jährige. Und ihr zweiter Trainer Michele Grimmelt meint: „Sie könnte einige Ligen höher spielen.“ Die beiden sehen eben aus nächster Nähe die Entwicklung Langenhoffs im Zeitraffer.

Und die ließ sich in der Saison 2018/2019 in einer Zahl ausdrücken: Mit 148 Treffern avancierte sie zur fünftbesten Torschützin der Verbandsliga. Und das in ihrer ersten kompletten Saison im Damen-Flaggschiff der Handball-Sparte des TV Borken.

Nachdem Langenhoff in der Jugend bereits mit Doppel-Spielrechten auch für die nächst höheren Altersklassen ausgestattet worden war, wurde sie bereits in der Saison 2017/2018 in den Kader des Verbandsligisten berufen. Unglaubliches Verletzungspech aber stoppte damals ihren Tatendrang. Erst zog sie sich einen Kreuzbandriss zu. Drei Wochen später war sie wieder im Training, da brach ihre Speiche im Unterarm. Und drei Wochen, nachdem sie wieder Handballspielen konnte, rissen ihre Bänder im Fußgelenk. Doch Langenhoff ließ sich nicht entmutigen. Heute sagt sie: „All das ist Vergangenheit. Ich fühle mich wieder richtig gut.“ Und das zeigt sie Woche für Woche auf dem Feld.

Eva Westheider, war ihre erste Trainerin in der Jugend. Nun ist sie ihre Mannschaftskameradin. „Ich habe verdammt viel von ihr gelernt“, sagt Langenhoff, die auf einem Hof in Grütlohn wohnt und jüngst ein Lehramtsstudium (Sport und Deutsch) in Essen aufnahm.

Trotz ihrer jungen Jahre übernimmt die Rechtsaußenspielerin schon massig Verantwortung, ist Siebenmeter-Schützin, überzeugt durch Cleverness auch in hektischen Phasen. „Dabei bin ich vor den Spielen stets extrem nervös“, gesteht Langenhoff, die auch in der laufenden Saison selten unter einer zweistelligen Trefferzahl das Spielfeld verlässt. Sie sagt, ihr Ehrgeiz sei ihre Antriebsfeder. Sie sagt aber auch: „Handball ist ein Teamsport. Und ohne mein Team hätte ich mich nicht so entwickeln können.“