TV Borken erledigt den doppelten Auftrag

Landesliga: Kantersiege gegen Rheinwacht Dinslaken II und im Kreispokal-Viertelfinale

Über die Auftragslage konnten sich die Handballer des TV Borken am Wochenende nicht beschweren. Aber sie arbeiteten einen nach dem anderen pflichtbewusst ab. Dem 32:22 (15:9)-Triumph im Kreispokal am späten Freitagabend gegen den Bezirksligisten HSG Haldern/Meerhoog/Isselburg ließen sie gestern im Liga-Kerngeschäft einen noch klareren 34:15 (18:7)-Heimerfolg gegen den MTV Rheinwacht Dinslaken II folgen.

 

Florian Fellmann hebt ab und trifft hier kraftvoll zur 6:5-Führung gegen Dinslaken II. Am Ende sollte der TV Borken so hoch gewinnen, wie noch nie zuvor in dieser Landesliga-Saison.

„Das war schon extrem souverän“, sagte Trainer André Slawski. Wie der TV Borken allerdings gegen den Landesliga-Vorletzten das Hinspiel (25:26) verlieren konnte, bleibt ein Rätsel.

Einen Erklärungsansatz liefert vielleicht die damalige personelle Situation. Gestern jedenfalls taten sich nicht nur in der Abwehr der Dinslakener mächtige Lücken auf, sondern auch auf deren Bank. Mit nur sieben Feldspielern waren die Niederrheiner angereist und begegneten in der Mergelsberg-Halle einem Kontrahenten, der nach zehn Minuten das System hochfuhr. Binnen neun Minuten zog Borken von einem 5:5 auf 13:5 (19.), davon und hatte damit das Fundament des Erfolgs gegossen. Und die Hausherren fanden richtig Spaß an dieser Partie, genossen ihre Freiheiten, die Außen passten sich zeitweise gegenseitig die Bälle zu.

 

Munteres Scheibenschießen

Schon zur Pause (18:7) war die Sache entschieden. Slawski nutzte die Situation, wechselte durch. Jeder durfte mal ran. Auch beim Torewerfen. Und das setzten die Hausherren nach dem Seitenwechsel unvermindert fort. Leon Arndt und Tim Westheider freuten sich schließlich über ein halbes Dutzend Treffer. Jens Kirchner im Tor steuerte mit etlichen Reflexen seinen Teil zum Kantersieg bei. Der TV Borken hatte leichtes Spiel: 25:8 stand‘s nach 40 Minuten, 28:9 nach 50 – und der höchste Borkener Saisonerfolg nach 60 Minuten.

TV Borken: J. Kirchner, V. Rensing (Tor); Westheider, Arndt (je 6), Fellmann, L. Kirchner, Heling, Wienand, Finke (je 3), Spangemacher (2), Frese (2/1), Horbach (1), Feldevert

Eine ähnliche Dominanz hatte der TV Borken zwei Tage zuvor im Kreispokal-Viertefinale bei der HSG Haldern/Meerhoog/Isselburg versprüht. Nach dem 32:22 stehen die Kreisstädter erneut in der „Final-Four“-Endrunde. In dieser Partie hatte Slawski auch jungen Spielern Einsatzzeiten gegeben. Und auch in dieser einseitigen Begegnung nahm Borken nach zehn Minuten das Heft in die Hand und machte sich auf und davon.

TV Borken: Pagana, J. Kirchner (Tor); Fellmann (8/3), Westheider (5), Arndt (4), Wienand, J. Slawski, Frese (je 3), Finke (2), Feldevert, Beckmann, Stegger, Heling (je 1), L. Kirchner