TV Borken feiert Rekord-Saisonsieg

Handball: Landesligist triumphiert gegen HSG Hiesfeld/Aldenrade II locker und leicht mit 35:14

 

Das 17:29 im Hinspiel bei der HSG Hiesfeld/Aldenrade II war die höchste Saison-Niederlage der Landesliga-Handballer des TV Borken. Im Rückspiel drehte die Mannschaft von Trainer André Slawski den Spieß um. Beim 35:14 (15:7) feierten die Hausherren ihrerseits einen Kantersieg – und gleichzeitig den deutlichsten Saisonerfolg. „Wir wollten 60 Minuten Vollgas geben und keine Sekunde nachlassen. Das haben wir so umgesetzt“, sagte Slawski nach dem lockeren Triumph über Duisburger, die bereits Mitte der ersten Halbzeit die Flinte ins Korn warfen. Danach hatten die Gastgeber noch leichteres Spiel und griffen bei ihren Offensivaktion zwischenzeitlich tief in den Zauberkasten.

Und nach dem Seitenwechsel machte Borken da weiter, wo es nach 30 Minuten aufgehört hatte. Jeder durfte mal ran. Vor allem Beckmann, Leon Arndt und Lukas Kirchner drängelten sich vor. Dieses Trio erzielte insgesamt 24 Tore. Borken spielte geschickt, variierte das Tempo, schläferte die Duisburger Abwehr ein, um dann flink und fintenreich zu kombinieren und das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. Und im Kasten der Hausherren durften sich dann auch noch zwei weitere Torhüter auszeichnen. Frederic Schwital und Jens Kirchner. Sie passten sich der Leistung von Rensing an und hielten auch das, was eigentlich kaum zu halten war.

 

„Ich habe eine durchweg starke Mannschaft erlebt und richtig gute Spielzüge gesehen. Aber auch einen schwachen Gegner“, sagte Slawski, dessen Mannschaft mit dem siebten Saisonsieg ihren Platz im Spitzenquartett der Landesliga festigte.

 

TV Borken: Schwital, Rensing, J. Kirchner (Tor); Beckmann (9), Arndt (8), L. Kirchner (7), Stegger, Wienand (je 4), Hendrischk, Frese, Horbach (je 1), Feldevert, J. Slawski, Kersting

Der Duisburger Veit-André Östermann (links) kann in dieser Szene den Vorstoß und den anschließenden Torerfolg von Borkens Lukas Kirchner nicht verhindert.

„Nach der heftigen Hinspiel-Niederlage bedurfte es keiner langen Ansprache vor dem Spiel“, sagt Slawski, dessen Mannschaft knapp fünf Minuten brauchte, um ins Rollen zu kommen, dann aber wie ein ICE durch die Mergelsberg-Halle raste. Leon Arndt traf nach 4:40 Minuten zur 1:0-Führung, nach elf Minuten ging der TV Borken in Unterzahl mit 5:1 in Front. Die Duisburger hatten wenig gegenzusetzen, ließen vor allem den langen Marcel Beckmann viel Raum zur Entfaltung. Der traf wuchtig nach Belieben. Die Gäste hingegen wirkten genervt, kämpften mehr mit sich selbst und mit Schiri-Entscheidungen als um den Ball und Tore. Zwischenzeitlich mussten sie in doppelter Unterzahl auskommen und erzielten nach dem 5:7-Rückstand (14.) in den folgenden 13 Minuten kein einziges Tor. Beim Borkener 15:5 (27.) war die Begegnung bereits entschieden. Woran aber auch TVB-Torwart Volker Rensing seinen Anteil hatte. Der hatte schlichtweg keine Lust, hinter sich zu greifen.