TV Borken will zurück zum Siegerlächeln

Damen-Verbandsliga: Absteiger startet im Kreis Viersen

 

Immer schwerer fiel es dem Trainer-Duo Jörg Levermann und Michele Grimmelt den Spannungsbogen zu halten. „Es wird höchste Zeit, dass es los geht“, sagt Levermann, der als Coach paritätisch mit Grimmelt die Verbandsliga-Damen des TV Borken auf die neue Saison vorbereitete. Am Samstag um 14.45 Uhr beim SC Waldniel in der Gemeinde Schwalmtal im Kreis Viersen legt die weibliche Fregatte des TV Borken ab und fährt in ein Gewässer, das neu und doch bekannt ist. Denn nach dem zweijährigen Intermezzo sind die Borkener Damen dort wieder, wo sie herkamen: in der Verbandsliga.

 

Setze sich im Dreikampf um die Position der Nummer eins beim Verbandsligisten durch: Torhüterin Sabine Bruckmaier.

derBevor es losgeht, denkt Levermann bereits an das Ende. „Für uns wäre die Saison eine gute, wenn wir zum Schluss sagen können: Wir haben die Freude an diesem Sport zurückgefunden und den in Punkte umgewandelt.“ Aber natürlich: Den direkten Wiederaufstieg würden sie gerne mitnehmen. Die größeren Ambitionen dahingehend aber sieht er bei anderen – wie vor allem beim HC TV Rhede oder bei der HSG Alpen/Rheinberg, die in der Vorsaison die Ränge zwei und drei belegten.

Anfang Juli hatte die Mannschaft die Vorbereitung aufgenommen. Über zwei Monate später sagt Levermann: „Natürlich klappt noch nicht alles zu einhundert Prozent. Aber wir Trainer haben das gute Gefühl, dass unsere Ideen, Konzepte und Pläne bei der Mannschaft angekommen sind.“ Und diesen Eindruck konnte auch die 23:25-Niederlage im Verbandspokal gegen die HSG Bergische Panther am vergangenen Sonntag nicht beeinträchtigen. Schließlich kam der Gegner aus der Oberliga.

Viel gearbeitet habe man in den vergangenen Wochen, berichtet Levermann, der ein besonderes Auge auf den Angriff hat, während Grimmelt eher ein Abwehrfachmann ist. „Aber wir hören uns auch zu, wenn der eine etwas über das Gebiet des anderen sagt“, versichert Levermann.

Vorne und hinten wird auf jeden Fall Lena Swoboda (Kreuzbandriss) lange ausfallen. Auf Eva Brun, mit 108 Treffern in der Vorsaison beste Borkener Torschützin und auf Platz 15 im Gesamtranking der Oberliga, wird erneut eine zentrale Rolle zukommen. „Aber andere werden ihr den Druck wegnehmen müssen. Und da sehe ich durchaus einige Möglichkeiten“, so Levermann.

Fest steht: Sabine Bruckmaier konnte den Dreikampf im Tor für sich entscheiden. Sie wird am Samstag die Nummer eins sein, wenn es gegen Waldnielerinnen geht, die in Verbandsliga-Vorsaison als Siebter im Mittelfeld das Ziel erreichten. „Es wird schwer“, vermutet Levermann, dessen Team nun aber das Lachen zurückfinden soll. Nach einer Spielzeit mit 19 Pleiten und nur fünf Erfolgen – und als abgeschlagener Tabellenletzter.