Bittere Heimpleite für den Aufsteiger

Borkener Herren beim 28:40 gegen Kapellen absolut chancenlos

 

Als gefühlt zwei Nummern zu groß erwies sich am Samstagabend der TV Kapellen für die Verbandsliga-Handballer des TV Borken. Der als Tabellendritter angereiste Gast ließ in der Dreifachhalle am Berufskolleg nichts anbrennen und setzte sich am Ende mit 40:28 (19:10) beim chancenlosen Aufsteiger durch.

 

Mit Ausnahme der Anfangsphase, als man noch mit 3:2 in Front lag (4.) hatte Kapellen ganz eindeutig das Zepter in der Hand und gewann letztendlich auch in dieser Höhe völlig verdient. „Wir haben nicht gut verteidigt, haben in der Deckung gegen den ungemein effektiven Gegner nie richtig den Zugriff bekommen. Solche Spiele passieren, das ist normal. Wichtig ist, dass wir nun aus unseren Fehlern lernen“, bilanzierte Borkens Trainer Sven Esser.

Nach zwölf Minuten hatten sich die Gäste aus dem zweitgrößte Stadtteil von Grevenbroich einen 7:3-Vorsprung erspielt, so dass Esser sich zu einer Auszeit gezwungen sah. Doch auch seine eindringlichen Worte brachten keine Wende. Die Kreisstädter waren zu keinem Zeitpunkt in der Lage, ihre Angriffswucht auf die Platte zu bringen. Einfache Ballverluste und schwache Abschlüsse zogen sich wie ein roter Faden durch das Spiel der Hausherren. Symptomatisch eine Szene aus der 16. Minute, als Tim Garriß und Dominik Kutsch den Ball im Abstand von wenigen Sekunden jeweils freistehend am Kreis nicht im Kapellener Kasten unterbringen konnten. Das Top-Team aus dem im Rhein-Kreis Neuss hatte zudem mit Daniel Peters einen wahren Teufelskerl im Tor, der ein ums andere Mal Tempogegenstöße einleitete, die seine Mitspieler zu fast 100 Prozent erfolgreich abschlossen. Zudem agierte Kapellen in der Offensive sehr ballsicher, hielt die Fehlerquote nahezu bei Null und traf dabei meist die richtigen Entscheidungen. So traf die Truppe von Coach Christian Ginters von allen Positionen und setzte sich bis zum Seitenwechsel auf 19:10 ab.

 

Natürlich hofften die Borkener unter den 150 Zuschauern nach der Pause auf eine Steigerung ihrer Mannschaft, wurden aber enttäuscht. Kapellen ließ weiterhin nichts anbrennen und hatte auf alle TVB-Versuche, das Blatt doch noch einmal zu wenden, die richtige Antwort. 15 Sekunden vor der Schlusssirene machte der Gast sogar noch die „40“ voll, als Nic Kirschbaum einen Siebenmeter verwandelte.

 

TV Borken: J. Kirchner, Rensing; F. Gesing (1), Garriß (1), L. Kirchner (1), Feldevert, Wienand (2), Beckmann (4), Herbst, Dahlhaus (8/3), Frese, Kutsch (2), Waschkowski (9)