Enttäuschung für den TV Borken im Verfolgerduell

Landesliga: 27:29-Niederlage beim SV Straelen

 

Dieses Verfolgerduell von Primus TV Vorst II in der Landesliga war nichts für schwache Nerven. Am Ende waren es Kleinigkeiten, Zentimeter und vielleicht auch so manch‘ umstrittene Schiri-Entscheidung, die den Ausschlag gaben über Erfolg und Misserfolg. Aber auch Straelens Linkshänder Max Blum, der dem TV Borken ein Dutzend Treffer einschenkte. Mit 27:29 (13:12) zog der TV Borken beim SV Straelen den Kürzeren.

 

Erzielte ein Drittel der Borkener Tore beim 27:29 der Kreisstädter in Straelen: Rechtsaußen Max Horbach.

„Sehr schade und auch ärgerlich“, sagte Borkens Trainer Sven Esser nach dem Duell in der oberen Landesliga-Etage, die nach der zeitgleichen und überraschend klaren ersten Saison-Niederlage von Vorst in Biefang (24:31) nun noch enger zusammenrückte.

Von Spannung geprägt war die Partie knapp vor der niederländischen Grenze und wurde in den letzten Minuten sogar richtig dramatisch. 22:26 lagen die Borkener neun Minuten vor Schluss zurück, Max Horbach und Steffen Wienand kassierten Zwei-Minuten-Strafen. Die Sache schien gelaufen für den Gast. „Aber wir haben nie aufgesteckt“, berichtet Esser. Auch in dieser misslichen Lage nicht: Bis auf 27:28 arbeitete sich der TV Borken noch mal heran, ehe Blum 24 Sekunden vor Schluss mit seinem letzten Treffer die Dinge klärte.

Die Gäste hatten es dagegen verpasst, sich in der ersten Halbzeit einen entscheidenden Vorteil zu erspielen. Früh hatte Esser die Abwehrformation aufgelöst, auf eine Manndeckung umgestellt. Und die schmeckte den Straelenern überhaupt nicht. 6:3 (12.), 10:7 (21.), 11:8 (26.), 12:9 (27.) – viermal konnte sich der TV Borken mit drei Toren abzusetzen.

„Aber wir haben einige Chancen verpasst, uns deutlicher absetzen, ein dickeres Polster zu verschaffen“, kritisierte Esser den fahrlässigen Umgang seines Teams mit klaren Möglichkeiten. Und so konnte der überragende Max Horbach mit einem seiner insgesamt neun Tore nur einen knappen 13:12-Vorsprung nach 30 Minuten herauswerfen.

Nach der Pause übernahm dann Straelen die Führungsarbeit, sah ab Mitte der zweiten Hälfte wie der sichere Sieger aus, musste dann aber gegen höchst wehrhafte Borkener noch mal kräftig um die beiden Punkte zittern.

TV Borken: Rensing, J. Kirchner; Horbach (9), Waschkowski (6), Feldevert (4/2), Arndt, Frese, Beckmann (je 2), Dahlhaus, J.-H. Gesing (1), Kirchner, Wienand, F. Gesing, Kutsch