TV Borken beherrscht den Absteiger vom Niederrhein

Damen-Verbandsliga: Deutlicher 26:11-Triumph über Welfia Mönchengladbach

Sonntag, 8. Mai 2022 - 13:48 Uhr

 

von Martin Ilgen

 

Der Serie von fünf Niederlagen am Stück legten die Verbandsliga-Damen des TV Borken einen Bremsblock vor. Der Gegner war ein dankbarer, denn Welfia Mönchengladbach, seit einem halben Jahr sieglos- und punktlos, ist nicht nur Absteiger, er präsentierte sich gestern in der Mergelsberg-Halle auch als ein solcher. Borken gewann leicht und locker mit 26:11 (12:6).

Nur eine Viertelstunde leisteten die Mönchengladbacherinnen Widerstand und blieben nach einer viertelstündigen Abtastphase bis zum 6:8 (18.) dran. Dann aber legte der TV Borken los, handelte und schaltete schneller und nutzte die Unzulänglichkeiten des Gastes konsequenter aus. Ein 4:0-Lauf sorgte für eine solide Pausenführung Borkens, das in der zweiten Halbzeit gegen einen überforderten Gegner noch eine Schüppe drauflegte.

 

Auch Dank einer starken Torfrau Sabine Bruckmaier, die unter anderem drei Siebenmeter parierte, gelangen dem Schlusslicht in 17 Minuten nur drei Tore. Die Gastgeberinnen hatten da bereits acht zur 20:9-Führung erzielt. Vor allem Sarah Milsom-van de Loechts Laufwege irritierten den Gegner. Sie kam letztlich auf sieben Treffer. Levermann und Grimmelt konnten es sich früh leisten, kräftig durchzuwechseln, ehe der zwölfte Saisonerfolg ein deutlicher werden sollte.

 

TV Borken: Bruckmaier, Rafael; Langenhoff (9/4), Milsom-van de Loecht (7/1), S. Möllmann (2), M. Hörnemann (4), Weitenberg, Meier, L. Hörnemann, Nondorf (je 1), N. Möllmann, Tepferd, Stroick

 

Ab durch die Mitte: Dynamisch setzt sich Luisa Hörnemann (Mitte) gegen den Mönchegladbacherinnen Jantje van Hall (links) und Jana Sindern durch.

„Wir haben heute keinen Schönheitspreis gewonnen“, stellte TVB-Trainer Michele Grimmelt nach dem problemlosen Erfolg fest. Seine Kollege Jörg Levermann betonte derweil: „Dieser Erfolg war notwendig.“ Das Duo hatte eben auch gesehen, dass die Niederlagen-Serie am Selbstvertrauen genagt hatte. Die Selbstsicherheit fehlte. Die Gastgeberinnen brauchten zu viele Versuche, um zum Torerfolg zu kommen. Die Abwehr dagegen stand. Noch nie zuvor in dieser Spielzeit hatte der TV Borken so wenig Gegentreffer kassiert.