TV Borken fackelt in Duisburg nicht lange und steht im Pokal-Halbfinale

Handball: 25:22-Sieg bei der gleichklassigen GSG

 

Der amtierende Kreispokalsieger TV Borken schickt sich an, auch bei der Vergabe des Pokals auf Verbandsebene ein Wörtchen mitzureden. Im Viertefinale des HVN-Cups gelang den Verbandsliga-Damen von Trainer Christian Hoffmeister ein 25:22 (13:8)-Erfolg bei der gleichklassigen GSG Duisburg. In der Runde der letzten Vier treffen die Borkenerinnen nun entweder auf den Regionalligisten HSG Adler Haan oder den Landesligisten HSG am Hallo Essen.

 

Ragte mit ihren acht Treffern, darunter drei Siebenmeter, aus einem dominanten Team heraus: Maike Hörnemann (links) siegte mit Borken im Viertelfinale des HVN-Pokals bei der GSG Duisburg problemlos.

„Je weiter wir im Pokal-Wettbewerb kommen, desto größer ist die Chance, dass wir mal einen richtig interessanten Gegner bekommen“, sagte Hoffmeister, dem einst als Hiesfelder Coach plötzlich ein Bundesligist aufgetischt wurde. „Aber fast noch wichtiger war’s, dass wir endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis hatten. Das gibt Selbstvertrauen.“ Drei Pleiten am Stück hatten sein Team zuletzt in der Verbandsliga-Tabelle heruntergedrückt – von Platz eins auf sechs.

In Duisburg fehlten ihm ein halbes Dutzend Kader-Spielerinnen. Drum holte sich Hoffmeister mit Hannah Brands aus der Zweiten und der erst 16-jährigen Denise Honderboom aus der Jugend klubinterne Verstärkungen. „Alle Spielerinnen hatten Einsatzzeiten“, sagt er und verweist auf die zweite Halbzeit, in der er kräftig durchwechseln konnte, weil Borken schon zur Pause auf die Siegstraße eingebogen war.

Grundlage dafür war ein famoser Start. „Von dem war ich selbst überrascht. Wir waren richtig stark“, berichtet Hoffmeister von seinem Team, das die Duisburgerinnen überrumpelte. Nach neun Minuten lag der Gast mit 7:1 in Front, weitere neun Minuten später mit 11:4. „Wir haben stark verteidigt und gut getroffen“, so der Coach. Schon fünf Minuten vor Schluss erzielte die starke Maike Hörnemann per Siebenmeter das letzte Borkener Tor. Dass die Gastgeberinnen anschließend noch vier Mal trafen und die Niederlage damit erträglicher gestalteten, täuschte über die wahren Kräfte-Verhältnisse etwas hinweg.

TV Borken: Bruckmaier, Rafael; Hörnemann (8/3), Milsom-van de Loecht (5), Tepferd, Meier, S. Möllmann (je 3), N. Möllmann (2), Brands (1), Weitenberg, Honderboom