Der TV Borken verabschiedete sich mit einem beeindruckenden 39:36-Sieg gegen die HSG Wesel aus dem April. Das Spiel am Donnerstagabend war geprägt von schwungvollen Offensivszenen und einer immer deutlicheren Führung der Borkener.
Besser hätten sich die Handballer vom TV Borken wohl kaum aus dem April verabschieden können. Mit einem beeindruckenden Erfolg bestätigte der Verbandsligist am Donnerstagabend vor eigenem Publikum seine gute Form und ließ mit der HSG Wesel beim 39:36 (21:21) den Tabellendritten stolpern.
Die Borkener sahen dabei dem Duell mit ihrem Ex-Coach Sven Esser entgegen, der nun für die Weseler verantwortlich zeichnet – zumindest in der Theorie. Denn Esser fehlte auf Seiten der HSG und wurde am Spielfeldrand entsprechend vertreten. „Darauf hatten wir uns natürlich gefreut“, kommentierte Essers Nachfolger Christian Summen das potenzielle Wiedersehen, „wir hätten ihm gerne gezeigt, wie sich die Mannschaft in der Zwischenzeit weiterentwickelt hat.“
Erinnerungen ans Hinspiel
Darüber hinaus kamen auf Borkener Seite Erinnerungen ans Hinspiel auf, als der TV Borken mit der HSG eine Halbzeit lang mithielt, dann jedoch den Kontakt abreißen lassen musste. „Sven Esser äußerte damals, dass er wusste, dass wir das Tempo nicht dauerhaft mitgehen würden“, so Summen weiter, der auch diesmal zunächst einen ähnlichen Spielverlauf wahrgenommen hat, „das war für uns in diesem Spiel die perfekte Motivation.“ Denn anstatt sich abschütteln zu lassen, lieferten die Borkener gegen den favorisierten Gast mächtig ab.
Schon in den ersten 30 Minuten ging‘s hin und her, sodass die Partie zunächst von schwungvollen und energischen Offensivszenen geprägt war. Nur selten wurden Angriffe geduldsam aufgebaut – vielmehr suchten beide Teams schnell den Weg zum Tor und wussten entsprechende Lücken in der Defensivkette des Konkurrenten zu reißen.
„Es war eine tolle Leistung der gesamten Mannschaft. Darauf können wir sehr stolz sein.“
„Wesel hat vorne natürlich Qualität“, äußerte sich Summen mit Blick auf die HSG, die insbesondere von ihren erfahrenen Akteuren im Rückraum lebte und die zunächst die Führung übernahm. Beim 11:16-Rückstand (18.) nahm Summen eine Auszeit, fand jedoch offenbar die richtigen Worte: Der TV Borken zeigte sich entschlossen, egalisierte den Rückstand bis zur Pause und wusste danach zu überzeugen.
Während Sven Boeger im Tor einige Paraden lieferte und Wesel zu Fehlern gezwungen wurde, hielten die Borkener um den stark aufspielenden Frederik Gesing (14 Tore) das Tempo beständig hoch und erspielten sich so eine immer deutlichere Führung (37:32/56.). In den Schlussszenen zeigte sich das Summen-Team dann clever und brachte den Sieg so über die Ziellinie. Summen: „Es war eine tolle Leistung der gesamten Mannschaft. Darauf können wir sehr stolz sein.“
TV Borken: Boeger, J. Gesing (1), F. Gesing (14), Weck, Ebbing, Gäbler, Wienand (8), Beckmann (4), M. Reukes, N. Reukes (2), Dahlhaus (4), Frese, Stegger (1), Wansing (3), Wiechmann (2)