Johann-Walling-Str. 2, 46325 Borken

Neuigkeiten & wichtige Informationen

Nach der Niederlage gegen HSG VeRuKa steht für Sandra Tepferd (links) und den TV Borken der nächste Härtetest an. 

Handball 02.10.2026

TV Borken braucht in Kempen mehr Tempo im Spiel nach vorne

Der TV Borken hat zum Oberliga-Auftakt knapp verloren, für den jungen Kader gab es dennoch Zuspruch von der Tribüne. Am Samstag um 19 Uhr wartet mit dem VT Kempen, zuletzt Regionalligist und 34:32-Sieger, die nächste hohe Hürde.

Die Resonanz von der Tribüne nahm er als sehr positiv wahr. Trotz der knappen Niederlage zum Auftakt gab es Lob für den Auftritt seiner jungen Mannschaft: „Das nehmen wir mit, darauf bauen wir auf“, sagt Tim Westheider. Für den Trainer und die Oberliga-Handballerinnen des TV Borken steht am heutigen Samstag um 19 Uhr die nächste Bewährungsprobe auf dem Kalender: Beim VT Kempen steigt der zweite Anlauf auf Punkte.

Schwierige Aufgabe

Erneut eine schwierige Aufgabe, denn die Gastgeberinnen haben in der vergangenen Saison noch in der Regionalliga gespielt. Zudem setzte sich Kempen am ersten Spieltag mit 34:32 bei Tschft. St. Tönis durch – „und diese Mannschaft wird sicherlich auch oben in der Tabelle einzustufen sein“, urteilt Westheider.

Weniger auf den Gegner blicken, eher an den eigenen Fähigkeiten arbeiten, das soll die Herangehensweise der Borkenerinnen sein. Mehr Tempo im Spiel nach vorne zählt der Trainer zu den vorrangigen Aufträgen an sein Personal: „Da waren wir gegen HSG VeRuKa in manchen Phasen noch zu langsam.“ Ansonsten gelte es, die Ruhe zu bewahren und die Entwicklung der jungen Mannschaft in den Vordergrund zu rücken. „Eine echte Einschätzung, wohin die Reise geht, lässt sich sowieso erst nach drei, vier Spielen treffen“, zeigt sich Tim Westheider überzeugt. Auf seinen kompletten Kader kann er in Kempen noch nicht bauen, immerhin kehrt Lotte Thomzik ins Team zurück.

 

BZ Frank Wittenberg 26.09.2026

Frederik Gesing (Mitte) nimmt den gegnerischen Kasten ins Visier: Nach längerer Zwangspause läuft „Jupp“, wie ihn alle nennen, bei den TV-Handballern wieder zu großer Form auf.

Handball 02.10.2026

Frederik Gesing vom TV Borken steht trotz langer Zwangspause wieder voll im Saft

Frederik Gesing hat den TV Borken beim 40:39 gegen TB Oberhausen mit 14 Toren zum Auftaktsieg geführt. Nach Bandscheiben-OP und fast eineinhalb Jahren Pause ist der 23-Jährige wieder eine feste Größe im Rückraum

So richtig rund fühlte sich das zunächst gar nicht an. „Zwei Fehlpässe, ein Fehlwurf“, schüttelt Frederik Gesing den Kopf. „Nach einer Viertelstunde bin ich mal kurz vom Feld gegangen.“ Einmal durchatmen, dann beorderte Trainer Christian Summen ihn zurück aufs Parkett. Und „Jupp“, wie alle den 23-Jährigen nennen, erwischte einen Lauf vom Feinsten: sieben Tore binnen 15 Minuten, 14 insgesamt, und wahrscheinlich wären es noch mehr geworden, hätte Gegner TB Oberhausen ihn nicht Mitte der zweiten Halbzeit in eine Manndeckung genommen. „Wenn es einmal läuft, hörst du nicht mehr auf zu werfen“, lächelt Gesing, der aber seinen eigenen Auftritt beim 40:39-Sieg der TV-Handballer gegen den Titelanwärter gar nicht zu hoch hängen will: „Das war eine richtig gute Teamleistung!“

„Wenn es einmal läuft, hörst du nicht mehr auf zu werfen.“

Frederik Gesing

Die 14 Treffer sind die eine Sache. Noch bedeutender erscheint der Umstand, dass sich Frederik Gesing überhaupt mit Volldampf in den Verbandsliga-Spielbetrieb stürzen kann. Denn nach einer Rücken-OP musste er fast eineinhalb Jahre pausieren. Probleme hatte er schon länger, „dann ist es mir in einem Zweikampf im Training richtig reingeschossen“, erinnert er sich an die Situation Anfang Oktober 2024. Eine Bandscheiben-OP war unumgänglich, anschließend folgten die Rehamaßnahmen und damit verbunden eine lange Zwangspause in der körperlich extrem anspruchsvollen Sportart Handball. „Mit einem beruflichen Aufenthalt in Bayern sind daraus die fast eineinhalb Jahre geworden“, erklärt er.

Harte Zeiten für einen Vollblut-Sportler. „Für mich war auch nicht klar, ob ich wieder anfangen werde“, gibt der 23-Jährige zu. Ganz lösen konnte und wollte er sich vom Handball nicht, unterstützte zum Beispiel Trainer Sven Esser als Co. Ansonsten war Geduld gefragt. Und die Suche nach Alternativen. „In der Zeit bin ich viel gejoggt und habe im Fitnessstudio an der Rumpfstabilität gearbeitet“, blickt er zurück. Padel-Tennis kam irgendwann dazu, aber kein Kontaktsport.

„Letztlich ist ja egal, wer die Tore wirft“

Doch Frederik Gesing durfte auf zwei Positivfaktoren setzen. „Ein Handball-affiner Arzt in der Reha“, lächelt er. „Und der Heilungsprozess ist zum Glück gut gelaufen.“ Im Februar kehrte der Rückraumspieler auf die Platte und in das Team von Christian Summen zurück, hat sich längst wieder als feste Größe etabliert.

So sehr, dass der Gegner aus Oberhausen ihn ebenso wie Marcel Beckmann am Samstag in besagte Manndeckung nahm. Eine Aktion, die nervt? „Ja, wenn der Gegner damit Erfolg hat“, lacht Gesing. „Aber die anderen Jungs haben dann einfach weiter getroffen. Und letztlich ist ja egal, wer die Tore wirft.“ Bis hin zum sicherlich nicht erwarteten 40:39-Auftaktsieg beim Vorjahres-Vizemeister.

Perfekter Start

Ein perfekter Start, aber die Borkener halten die Füße schön auf dem Teppich. „Für uns ist an dem Tag vieles gut gelaufen, aber das nehmen wir gerne mit“, sagt der 23-Jährige, der darauf setzt, dass sich der TV nach Rang acht in der vergangenen Saison ein Stück verbessert. TB Oberhausen, TV Schwafheim, Alstadener TuS, diese Teams nennt er an erster Stelle, wenn es um Meistertitel und Oberliga-Aufstieg geht. „Aber in dem Bereich dahinter würden wir uns gerne einordnen.“

Frederik Gesing will seinen Teil dazu beitragen. Wobei noch die Frage bleibt, warum er in seinem privaten Umfeld natürlich der „Freddy“ ist, im Handball aber einfach nur „Jupp“. Eine Namensgebung, die bereits ein paar Jahre zurückliegt. „Als ich in die erste Mannschaft kam, gab es schon einen Frederik“, zuckt er mit den Schultern. Und es gab die Regelung, dass jeder Name nur einmal auftauchen darf – sonst muss der des Vaters her. Weil auch auf diesem Weg aber bereits ein Teamkollege mit Ulrich versorgt war, musste der Zweitname von Gesing senior herhalten: Josef, oder eben Jupp. „Das ist dabei geblieben, und ich reagiere in der Halle auch nur darauf“, lächelt Gesing. Ob Freddy oder Jupp: Der Rücken hält, die Torquote stimmt.

 

BZ Frank Wittenberg 25.09.2026

Die Reise nach Ostwestfalen hat sich in jeder Hinsicht gelohnt: Das Glücksteam des TV Borken mischte beim Handball-Inklusionsturnier in Lemgo mit vollem Eifer mit.

Handball 25.09.2026

Glückliche Gesichter im Glücksteam des TV Borken

Beim Glücksliga-Cup ist das Ergebnis nebensächlich geblieben: Selbst Tore der Gegner wurden gefeiert. Für die 25 Mitglieder des Borkener Glücksteams zeigt der Tag in Lemgo, wie Sport die Inklusion sowie Kinder und Jugendliche ins Zentrum rückt.

Das Glücksteam des TV Borken stand vor einer waschechten Premiere. Denn da, wo eigentlich die Handballstars der Bundesliga auf höchstem Niveau um Tore und Punkte spielen, durfte die Borkener Inklusionsmannschaft auflaufen. Beim Glücksliga-Cup in der Lemgoer Phoenix Contact-Arena, der Heimspielstätte des eben dort ansässigen Bundesligaklubs TBV, drehte sich einen ganzen Tag lang alles um gelebte Inklusion, um Spaß und um ehrliche Leidenschaft für den Sport.

„Wir waren alle zu Beginn ziemlich aufgeregt und nervös“, gestand Theresa Röttger ein, die zum mehrköpfigen Betreuerstab der Mannschaft für Kinder und Jugendliche mit erhöhtem Förderbedarf zählt. Denn so recht wusste anfangs niemand: Wie würde sich das im vergangenen Jahr gegründete Glücksteam des TVB bei seinem ersten „echten“ Wettbewerb verkaufen? „Wir wussten ja nicht einmal, wie die Kinder und Jugendlichen all die Eindrücke auffassen und verarbeiten“, sagt Röttger.

Coach „Toni“ stimmt das Team ein

Doch die Teilnahme am Glücksliga-Cup, der bereits zum fünften Mal stattgefunden hat, sollte sich als voller Erfolg erweisen. „Die Stimmung im Bus war schon während der Hinfahrt riesig“, so Röttger weiter. Ihr jüngerer Bruder, Antonio Heling, hielt während der Anreise eine Willkommensrede und stimmte die Seinen auf den Cup ein. „Toni“, der als Coach des Teams fungiert und selbst das Down-Syndrom hat, gehörte zum 15-köpfigen Borkener Kader, der sich schließlich völlig angetan von den Gegebenheiten vor Ort präsentieren sollte. „Die Veranstaltung war fantastisch organisiert, wir haben uns von Beginn an sehr wohl gefühlt“, berichtete Röttger.

„Es ist diese ehrliche Freude, die solche Veranstaltungen ausmacht.“

Theresa Röttger (TV Borken) über den Glücksliga-Cup

Neben dem TV Borken nahmen 34 weitere Vereine aus dem gesamten Bundesgebiet, aber auch aus Dänemark teil. Insgesamt wurden rund 450 Kinder gezählt, die munter und völlig schwerelos auf Torejagd gehen durften. Röttger: „Es gab im Grunde keine Regeln, der Ball musste einfach nur irgendwie ins Tor.“ Gefreut wurde sich über jeden Treffer – manchmal sogar auch dann, wenn der Gegner einnetzte. „Das Ergebnis war völlig egal, jede Mannschaft wurde wie ein Sieger behandelt und gefeiert“, so die TV-Betreuerin weiter. „Die Kinder haben es absolut verdient, mal im Mittelpunkt zu stehen. Sie sind teilweise über sich hinausgewachsen, haben sich getraut und einfach Spaß gehabt. Es ist diese ehrliche Freude, die solche Veranstaltungen ausmacht.“

Stars aus Lemgo sind vor Ort

Während der Start mit Musik, einer Nebelmaschine und dem Einzug der Teams beeindruckend inszeniert wurde, hielt der Tagesabschluss ein „Finale“ bereit, bei dem Konfettikanonen eingesetzt wurden, es etliche Luftballons vom Hallendach regnete und sich das Hallenparkett in eine riesige Partyzone verwandelte. „Selbst die Stars aus Lemgo waren vor Ort und standen für Autogramme und Fotos zur Verfügung“, so Röttger, die jedoch einräumte: „Das Maskottchen war vermutlich noch beliebter.“ Für das Borkener Inklusionsteam, das derzeit 25 Mitglieder zählt und sich im stetigen Wachstum befindet, steht derweil bereits fest: Auch beim nächsten Cup wird der TVB wieder dabei sein.

 

BZ 24.09.2026 Sebastian Helmke

Im Würgegriff des Gegners: Astrid Heidt (Mitte) und ihre Teamkolleginnen fanden gegen Eintracht Duisburg keine Lücken mehr.

Handball 22.09.2026

Dem TV Borken II gehen die Körner aus

Der TV Borken II hat zum Verbandsliga-Auftakt trotz einer 15:10-Pausenführung 22:26 gegen Eintracht Duisburg verloren. Beim Stand von 20:17 kippte die Partie mit fünf Gegentoren in Folge.

Die Chefin selbst stand sinnbildlich für den Spielverlauf. „Lange Zeit lief es ja ganz gut“, urteilte Eva Westheider. „Aber am Ende habe ich überhaupt nichts mehr getroffen.“ Mit der Spielertrainerin glitt dem gesamten Team des TV Borken II die Partie aus der Hand – trotz der 15:10-Führung zur Pause und eines 20:17-Vorsprungs gut 15 Minuten vor dem Ende unterlag der Verbandsligist zum Saisonauftakt gegen Eintracht Duisburg mit 22:26.

Klarer Fall von ausgehenden Körnern. Nicht weiter verwunderlich, fand Eva Westheider: „Wir hatten keine gute Vorbereitung.“ Viele Spielerinnen seien durch Familie und Beruf zeitlich eng aufgestellt, da bleibe wenig Raum für intensives Training: „Das holen wir uns dann über die Spiele.“ In den nächsten Wochen, so hofft sie, wird die Kraft für die 60 Minuten reichen.

„Wir haben es ihnen zu einfach gemacht und teilweise zu überhastet abgeschlossen.“

Eva Westheider (TV Borken II) über die Niederlage gegen Eintracht Duisburg

Dennoch legte der TV II gegen den Vorjahreszweiten eine starke erste Halbzeit hin, setzte sich nach dem 8:8 auf besagtes 15:10 ab. Maike Hörnemann erhöhte sogar auf 16:10, doch dann verkürzten die Duisburgerinnen kontinuierlich. „Wir haben es ihnen zu einfach gemacht und teilweise zu überhastet abgeschlossen“, bilanzierte Eva Westheider. Fünf Gegentore in Folge vom 20:17 zum 20:22 leiteten die Niederlage ein, die mit 22:26 zu deutlich ausfiel. „Auf der Bank haben die Alternativen gefehlt“, zog die Trainerin den Strich unter die Partie, die zwar null Punkte einbrachte, aber keine schlechte Laune: „Auf der ersten Halbzeit bauen wir auf.“

TV Borken II: Walkenhorst, Spangemacher, Graf (1), Ossing (1), Lechtenberg, Jödden (2), Heidt (4), Koch, Westheider (9), Feldevert (2), Hörnemann (3)

 

BZ 21.09.2026 Frank Wittenberg

Warf in Oberhausen neun Tore: Lukas Dahlhaus.

Handball 22.09.2026

TV Borken feiert spektakulären Sieg beim Vizemeister

Was für ein Auftakt: Die Handballer des TV Borken haben das erste Saisonspiel mit 40:39 gewonnen - und das beim Vorjahres-Vizemeister TB Oberhausen. Trainer Christian Summen zeigte sich restlos stolz auf den Auftritt seines kleinen Kaders.

 Viel Schlaf saß nicht drin. „Dafür war ich viel zu aufgewühlt“, gab Christian Summen am Morgen danach zu – zu aufgewühlt nach einem Handballspiel, das nicht nur wegen der 79 Tore und 13 Zeitstrafen ein Spektakel vom Feinsten geboten hatte. „Jetzt hat TB Oberhausen nach einem Spieltag schon so viele Niederlagen wie zuletzt in der gesamten Saison“, staunte der Trainer. Schuld daran war sein TV Borken, der mit dem 40:39-Sieg beim Vorjahres-Vizemeister beide Punkte mitnahm.

„Wir haben gekämpft bis zum Abwinken und hatten immer eine Antwort parat.“

Christian Summen, Trainer des TV Borken

Nichts für schwache Nerven, das stand für Summen fest. Denn zu keinem Zeitpunkt schaffte es keine der beiden Mannschaften, sich mit mehr als zwei Toren abzusetzen. Ständig wechselte die Führung, wobei sich die Borkener nie vom Kurs abbringen ließen. „Trotz unseres kleinen Kaders haben wir nur auf uns geblickt und immer unsere Linie beibehalten“, zeigte er sich stolz auf sein Team, das sich zudem im Angriff kaum Fahrkarten leistete. Allen voran Frederik Gesing, der 14 seiner 16 Würfe im Kasten des TBO versenkte. „Aber auch die anderen Jungs haben es super gemacht“, betonte der Trainer. „Wir haben gekämpft mit zum Abwinken und hatten immer eine Antwort parat.“

Mit 19:18 lag der TV zur Pause vorne, so eng ging es auch im zweiten Durchgang weiter. 15 Sekunden vor dem Ende warf Jona Wansing das 40:38, Oberhausen verkürzte nur noch – der Rest war Jubel. „Wir wollten an uns glauben, weil wir es draufhaben“, lächelte Christian Summen. Auftrag angenommen und erfüllt!

TV Borken: Brüggemann, Gesing (14), Klocke, Arndt, Wienand (6), Beckmann (5), M. Reukes, N. Reukes (2), Dahlhaus (9/6), Wansing (4), Wiechmann.

 

BZ Frank Wittenberg 20.09.2026