Johann-Walling-Str. 2, 46325 Borken

Simon Stegger (rechts) und der TV Borken fanden zu selten ein Durchkommen.

Handball 26.02.2026

Halbzeit-Hypothek ist zu hoch

Ihren Einsatz vor eigenem Publikum haben sich die Handballer des TV Borken an diesem Samstagabend gewiss anders vorgestellt. In einer gut besuchten Sporthalle am Borkener Berufskolleg musste sich die Mannschaft von TVB-Trainer Christian Summen den Gästen des TV Schwafheim mit 23:29 (13:20) geschlagen geben – auch eine Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel verhalf nicht zur erhofften Aufholjagd. „Die erste Halbzeit war leider einfach nicht gut von uns“, brachte Summen es nach dem Abpfiff auf den Punkt.

Groß waren die Borkener Hoffnungen darauf, den sechsten Saisonsieg einzuheimsen. Nicht zuletzt die Statistik der Schwafheimer, die bis dato jedes Auswärtsspiel verloren, sollte den Kreisstädtern in die Karten spielen. Allerdings war der TVB gleichermaßen darin gefordert, sich selbst gewissermaßen neu zu erfinden: Personelle Ausfälle zwangen die Summen-Sieben zu positionsgetreuen Umstellungen.

Die Umsetzung gestaltete sich gerade in den ersten 30 Minuten allerdings schwierig, schließlich zeigten sich die routiniert auftretenden Moerser bissig und spielerisch gewitzt. „Sie haben es in manch einer Situation clever gemacht, da hat man durchaus gespürt, dass diese Mannschaft über viel Erfahrung verfügt“, so Summen, dessen Schützlinge gerade in der Defensive Probleme hatten, die Angriffsriege der Gäste in den Griff zu kriegen.

Jona Wansing sieht Rot

Immer wieder fand der Tabellennachbar mit ansehnlichen Spielzügen, aber auch mittels wuchtiger Würfe aus dem Rückraum ein Durchkommen und erzielte so alleine bis zur Pause 20 Tore. Summen: „Das Handicap war dadurch sehr groß.“ Zu allem Überfluss kassierte Jona Wansing eine durchaus strittige Rote Karte und sollte dem TVB damit fortan fehlen.

Positiv aus Sicht der Borkener: Der Verbandsligist steckte trotz aller Widrigkeiten nicht auf, sondern wehrte sich im zweiten Spielabschnitt mit aller Macht gegen die drohende Pleite. „Die Zahlen sprechen ja durchaus für uns, wir haben Halbzeit zwei gewonnen und den Gegner bei neun Gegentoren gehalten“, führte der TVB-Coach aus, „daran sieht man, dass wir das Niveau haben, solchen Konkurrenten Paroli zu bieten.“

Kurzer Moment der Hoffnung

Und tatsächlich gab es nach rund 42 Minuten diesen Moment der Hoffnung, als die Hausherren auf 19:23 verkürzten und den Gast zu einer Auszeit bewegten. Dass daraus nicht mehr wurde, dürfte derweil vor allem dem Kräfteverschleiß geschuldet sein. So nutzte Schwafheim trotz einer Roten Karte gegen Benedikt Weigt (48.) die eigene Klasse, um den Vorsprung souverän ins Ziel zu bringen. Summen: „Wir werden die Partie schnell abhaken und das Gute für uns mitnehmen.“

TV Borken: Boeger, J. Gesing, F. Gesing, Weck (1), Arndt (3), Ebbing, Gäbler (1), Wienand (1), Beckmann (6), M. Reukes, N. Reukes (3/2), Frese (3), Schnelting (1), Stegger (2), Wansing (2)

Erstellt von der BZ Sebastian Helmke 22.02.2026

Teresa Stroick (mitte) und der Oberligist TV Borken erkämpften sich gestern Abend in Ratingen einen Auswärtspunkt.

Handball 26.02.2026

TVB-Frauen entführen einen Zähler aus Ratingen

Die Oberliga-Handballerinnen vom TV Borken erkämpften sich am Sonntagabend beim Tabellenvierten TV Ratingen einen Teilerfolg. Am Ende stand nach einer torreichen Begegnung ein 33:33 auf der Anzeigetafel.

Zum ersten Mal mussten die Handballerinnen vom TV Borken in dieser Saison die Punkte teilen. Im Gastspiel beim TV Ratingen reichte es für die Sieben von Trainerin Eva Westheider am frühen Sonntagabend zu einem 33:33 (12:14), das Ergebnis sorgte auf Seiten der Borkenerinnen zumindest in bedingtem Maße für Zufriedenheit. „Einerseits war es für uns ein gewonnener Punkt, immerhin haben wir auswärts beim Tabellenvierten gespielt“, befand Westheider, „unmittelbar nach dem Abpfiff hat es sich für uns aber zunächst eher wie ein Punktverlust angefühlt.“

„Einerseits war es für uns ein gewonnener Punkt, immerhin haben wir auswärts beim Tabellenvierten gespielt.“

TVB-Trainerin Eva Westheider

Denn die Partie des Borkener Oberligisten in Ratingen nahm einen wechselhaften Verlauf: Nach einem verhaltenen Start fanden sich die Blau-Weißen auswärts immer besser zurecht und nahmen nicht unverdient eine knappe 14:12-Pausenführung mit in den zweiten Durchgang. „Die Anfangsphase verlief nervös, allerdings haben wir immer wieder mit hohem Tempo agiert und schnelle Antworten auf die Treffer des Gegners gefunden“, so Westheider, deren Sieben somit gute Chancen auf einen weiteren Erfolg haben sollte.

Allerdings „verschliefen“ die Kreisstädterinnen den Wiederbeginn der Partie zunächst, wie Westheider bemängelte. So wussten die Gastgeberinnen aus Ratingen das Spiel binnen neun Minuten in eine eigene 19:16-Führung umzubiegen, weshalb sich der TVB zu einer frühen Auszeit gezwungen sah (39.). Plötzlich stand der erwünschte Punktgewinn auf der Kippe – doch Borken kämpfte sich wieder heran und übernahm pünktlich zur Schlussphase abermals die Führung.

Drei Minuten vor dem Ende spitzte sich das umkämpfte Duell schließlich zu, als das Westheider-Team bereits mit 33:31 führte und dicht vor dem ersehnten Auswärtssieg stand. Allerdings antwortete Ratingen noch einmal – und sorgte damit schließlich für gemischte Gefühle beim TVB.

TV Borken: Hoevelbrinks (2), Honderboom, Möllmann, Tepferd (1), Brands (5), L. Hoernemann (2), Finke (5), Stroick (4), Pass, Langenhoff (12/4), Nondorf, M. Hoernemann (2), Baron.

Erstellt von der BZ Sebastian Helmke 222.02.2026

 

Turnen 23.02.2026 20:00

Die Warteliste für das Eltern-Kind-Turnen für Kinder im Alter von 1-4 Jahre öffnet wieder

Ab dem 05.03.2026 um 17:00 Uhr können sich Interessierte über das folgende Formular in die Warteliste eintragen.

Scannt einfach den QR Code und tragt euch in die Liste ein. Oder nutzt folgenden Link https://forms.cloud.microsoft/Pages/ResponsePage.aspx?id=5-dHPr8tZk2Sd3_CCRZQy69QXY4n3OhHtTbds0p0wSFUM0FZWUhKTVpGVjAxQ1pZRDRRS0pKTFFFQy4u

Sobald ein Platz frei wird, nehmen wir Kontakt mit euch auf.

Erzielte am Samstag drei Tore für den TVB: Simon Stegger.

Handball 10.02.2026

Fulminante Aufholjagd wird belohnt

Nach 40 Minuten lagen die Verbandsliga-Handballer vom TV Borken noch hoffnungslos hinten. Dann zündete die Summen-Sechs den Turbo und entführte am Ende bei der HSG Hiesfeld/Aldenrade II doch noch einen Zähler.

Dank einer wahnsinnigen Aufholjagd hat sich der TV Borken im Auswärtsspiel bei der HSG Hiesfeld/Aldenrade II einen Punkt gesichert. Der Verbandsligist um Trainer Christian Summen trennte sich vom Dinslakener Konkurrenten nach 60 umkämpften Minuten mit 22:22 (11:8). Für die Kreisstädter hatte das Remis neben dem einfachen Punktgewinn jedoch vor allem einen emotionalen Wert, wie Summen befand: „Für uns ist es ein gefühlter Sieg. Da gebührt der gesamten Mannschaft ein riesiges Kompliment. Was die Jungs zum Schluss abgerissen haben, ist unglaublich. Wir haben so viele Verletzte und Angeschlagene und kommen dennoch so gut zurück.“

„Für uns ist es ein gefühlter Sieg. Da gebührt der gesamten Mannschaft ein riesiges Kompliment.“

TVB-Coach Christian Summen

Denn eigentlich war die Gastpartie der Borkener schon so gut wie verloren – nach einer zunächst akzeptabel verlaufenden Anfangsphase geriet der TVB immer deutlicher in Rückstand. Zwar musste das Summen-Team bis zum Pausenpfiff nur elf Gegentore hinnehmen, sodass der TV-Coach vor allem die geleistete Abwehrarbeit und den stark aufgelegten Sven Böger im Tor positiv hervorhob. „Acht eigene erzielte Tore sind aber viel zu wenig“, haderte Summen mit der eigenen Chancenverwertung.

Schwache erste Hälfte

Diese ließ gegen Hiesfeld/Aldenrade einmal mehr zu wünschen übrig und sorgte dafür, dass die Gäste auch nach dem Seitenwechsel vor allem mit sich selbst zu kämpfen hatten. „Wir kommen schwach aus der Kabine, liegen eigentlich schon klar hinten“, so Summen mit Blick auf das 9:17 nach 40 Minuten. Was dann jedoch folgte, war aller Ehren wert: So ergab sich der Verbandsligist nicht etwa in sein Schicksal, sondern stemmte sich mit aller Macht gegen die drohende Pleite. „Wir haben uns nochmal eingeschworen und die Abwehr etwas umgestellt“, führte Borkens Trainer aus.

Reukes setzt den Schlusspunkt

Und die Maßnahme fruchtete: Während die eigene Defensive sattelfest wirkte und kaum mehr ein Durchkommen ermöglichte, zog der TVB im Angriff nochmal das Tempo an und verkürzte den Rückstand immer weiter. 90 Sekunden vor dem Ende lag das Borkener Team zwar noch immer mit drei Toren hinten, kämpfte aber um jeden Ball und opferte sich voll auf. Die HSG wackelte, wirkte völlig verunsichert – und die Borkener hatten das Momentum auf ihrer Seite. Schließlich netzte Reukes mit dem letzten Tor zum umjubelten Ausgleich ein.

TV Borken: Böger, Graf, Weck (2), Arndt (2/1), Ebbing (3), Wienand (1), Beckmann (3), M. Reukes, N. Reukes (3), Frese, Schnelting (2), Stegger (3), Wansing (3), Wiechmann

Erstellt von der BZ Sebastian Helmke 06.02.2026

Beim 29:25-Heimerfolg gegen den VfL Rheinhausen durfte sich Sandra Tepferd zweimal in die Torschützenliste eintragen.

Handball 10.02.2026

Der TVB-Zug hat keine Bremsen

Mit einem 29:25-Heimerfolg gegen den favorisierten VfL Rheinhausen haben die Oberliga-Handballerinnen vom TV Borken am Samstagabend den Sprung in die obere Tabellenhälfte geschafft.

Die Handballerinnen vom TV Borken bleiben in der Oberliga weiter auf der Überholspur. So zeigten die Blau-Weißen auch am 15. Spieltag eine beeindruckende Leistung und setzten sich verdientermaßen mit 29:25 (18:12) gegen den VfL Rheinhausen durch. Für die Sieben von Trainerin Eva Westheider war es nicht nur eine Bestätigung des Aufwärtstrends – mit dem Erfolg verbesserte sich der TVB auch auf Rang acht und führt mit diesem nunmehr die zweite Hälfte des Tableaus an. „Dass uns Tabellenvierte als Gegner scheinbar liegen, wussten wir ja schon vorher“, schmunzelte Westheider und verwies auf eine interessante Statistik. Immerhin war es schon das vierte Duell gegen einen etwaig platzierten Ligakonkurrenten, das an die Kreisstädterinnen ging. Grundsätzlich läuft es für den Oberligisten schon seit Wochen ziemlich rund, nachdem sich der Saisonstart zunächst noch allzu holprig gestaltete.

„Dass uns Tabellenvierte als Gegner scheinbar liegen, wussten wir ja schon vorher.“

TVB-Trainerin Eva Westheider

„Die erste Halbzeit war stark, insgesamt ist dem ganzen Team ein Kompliment zu machen“, resümierte Westheider, deren Schützlinge sich gegen Rheinhausen schon in den ersten Aktionen bissig und mit der nötigen Konsequenz präsentierten. So fiel es dem VfL immer wieder schwer, die Abwehrkette des TVB zu überwinden. Anders die Borkenerinnen, die aus allen Positionen den Abschluss suchten und den Gegner damit permanent unter Druck zu setzen wussten. Die schnelle 8:3-Führung (12.) entsprach somit keinem Zufallsprodukt und beim Pausenpfiff lag man sogar mit sechs Treffern vorne.

Gegner unnötig stark gemacht

Erst nach dem Seitenwechsel fand sich der Gast aus Duisburg auf dem Parkett nochmal besser zurecht und kam dem TVB sogar bedrohlich nah – nachdem dieser angesichts eines Vorsprungs von acht Toren schon fast wie der sichere Sieger aussah. Jedoch kassierte das Westheider-Team schmerzliche Zeitstrafen und zeigte sich plötzlich fehleranfälliger. „Damit haben wir den Gegner unnötig stark gemacht“, befand die Übungsleiterin des TV, „wir haben uns selbst unter Druck gesetzt und Aktionen zu überhastet abgeschlossen.“

Allerdings kippte die Partie trotz eines knappen 26:24 in der Schlussphase nicht mehr, da sich die Gastgeberinnen im entscheidenden Moment wieder aufzubäumen wussten. So wurde der Sieg über die Ziellinie gebracht.

TV Borken: Spangemacher, Hövelbrinks (4), Honderboom, Möllmann (1), Tepferd (2), Kramer, Brands (1), L. Hörnemann (1), Saltapidas (2), Meier (3), Langenhoff (10), Nondorf, M. Hörnemann (5), Baron

Erstellt von der BZ Sebastian Helmke 06.02.2026

Schach 09.02.2026

TV Borken entführt Punkte aus Saerbeck

In der 6. Runde der Regionalliga Münsterland reiste der TV Borken zum Tabellenletzten SC Falke Saerbeck. Für die Saerbecker war es wohl die letzte Möglichkeit, Anschluss ans Tabellenmittelfeld herzustellen, doch bei vermutlich 3 Absteigern brauchte auch Borken dringend einen Erfolg. Entsprechend konzentriert gingen beide Mannschaften ans Werk und es entwickelte sich ein spannender Mannschaftskampf. Die ersten Partien, die beendet wurden, endeten mit Punkteteilungen. David Beckmann, Christian Farwick und Hermann Finke nahmen die Remisangebote ihrer Gegner an, da Ihre Angriffsbemühungen nicht entsprechend fruchteten. Marcel Boldrick gelang dann die Führung für Borken. Er tauschte 2 Türme für die gegnerische Dame und ein paar Bauern. Seine Freibauern waren aber so stark, dass sein Gegner keine Verteidigungsmöglichkeit mehr hatte. Nach weiterem Unentschieden durch Jürgen Goos und Ralf Klüppel gelang Saerbeck der Ausgleich zum 3,5:3,5 Zwischenstand. Mannschaftsführer Philipp Schulze-Schwering musste seine Partie aufgeben, da sein Gegner die leichten strukturellen Vorteile im Endspiel geschickt ausnutzte, um seine Bauern Richtung Damenumwandlung vorzudrücken. So musste die Partie am ersten Brett die Entscheidung bringen. In der Zeitnotphase vor der ersten Zeitkontrolle beim 40. Zug gelang Borkens Klaus Schroer mit einer schönen Kombination der Gewinn von 2 Offizieren (Springer und Läufer) für einen Turm. Während der Läufer im Anschluss die eigenen Bauern deckte, konnten Springer und König auf die Jagd nach gegnerischen Bauern gehen. Mangels Chancen zur Gegenwehr gab Saerbecks Spitzenspieler die Partie schließlich verloren, so dass die Borkener denkbar knapp als Sieger die Heimreise antreten konnten. Kompliziert bleibt die Tabellensituation jedoch weiterhin, liegen zwischen dem zweiten und dem vorletzten Tabellenplatz doch nur 2 Mannschaftspunkte.

Finale furioso: Jan-Hendrik Gesing erzielte mit der Schlusssirene das Tor zum Sieg und sorgte für Ekstase auf der Borkener Bank.

Handball 03.02.2026

Jan-Hendrik Gesing hat das letzte Wort

Ein irres Heimspiel endete für den TV Borken am Samstag mit einem atemberaubenden Sieg in allerletzter Sekunde. Dabei drehten die Kreisstädter gegen den SV Neukirchen ein fast schon verloren geglaubtes Spiel und setzten sich noch mit 29:28 (12:16) durch. TVB-Coach Christian Summen resümierte: „Es war ein sehr kompliziertes Spiel. Aber wir haben die Punkte.“

 

Das Hinspiel zum Saisonstart hatte Borken beim39:24 gegen den Rangelften klar gewonnen. Von einer Wiederholung der Geschehnisse war das Summen-Team nun jedoch weit entfernt: Schon die Anfangsphase zeigte auf, dass sich beide diesmal auf Augenhöhe begegnen sollten. „Unser Problem lag wieder im Angriff“, verwies Summen auf eine Vielzahl von Fehlwürfen der Seinen, weshalb die Gastgeber zwischenzeitig zwar mit 12:11 führten (22.), den knappen Vorsprung bis zur Pause jedoch mehr als nur einbüßten.

Borkener setzen alles auf eine Karte

„Wir haben auf die Eindrücke der ersten Halbzeit reagiert und unsere Spielidee angepasst“, so Summen, dessen Mannschaft nach dem Viertore-Rückstand immer wieder mit zwei Kreisläufern agierte und die Defensive der Gäste unter Druck zu setzen versuchte. Zwar kamen die Hausherren, angeführt von einem stark aufgelegten Sven Boeger im Tor, schnell auf zwei Tore heran, jedoch warf die mangelnde Effizienz in der Offensive den TVB wieder zurück (20:24/49.). So setzten die Borkener am Ende alles auf eine Karte, verteidigten offen und suchten das schnelle Umschaltspiel.

Siegtor mit der Schlusssirene

Inmitten der sich anbahnenden Aufholjagd ging zu allem Überfluss Lukas Dahlhaus zu Boden, der unglücklich umknickte und mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen blieb. Für Borkens Spielmacher war die Partie vorzeitig beendet – nicht jedoch für seine Mitstreiter, die merklich auf die Zähne bissen die Halle mit starken Aktionen für sich gewinnen konnten. So übernahm der TVB 23 Sekunden vor dem Ende tatsächlich wieder die Führung (28:27) und hatte auf den späten Ausgleich der Gäste nochmal eine Antwort, als Jan-Hendrik Gesing den Ball mit der Schlusssirene aus dem Halbfeld im leeren Neukirchener Tor unterbrachte. Der anschließende Jubel kannte keine Grenzen. „Ich habe nur von irgendwem gehört, dass das Tor leer sei – und blind geworfen“, sagte der Siegtorschütze freudestrahlend.

TV Borken: Boeger, Gesing (4), Weck (1), Arndt (3), Ebbing (3), Beckmann (5), M. Reukes, N. Reukes (1), Dahlhaus (8/3), Frese (1), Schnelting (2), Stegger, Wansing (1)

 

Erstellt von der BZ Sebastian Helmke 01.02.2026

Anstatt am Bildschirm das EM-Endspiel Deutschland gegen Dänemark zu verfolgen, ging es für den Frauen-Oberligisten TV Borken (hier mit Sandra Tepferd und Teresa Stroick) am Sonntag zeitgleich um 18 Uhr in Bocholt auf die Platte. Der TSV sah sich nicht in der Lage, die Meisterschaftspartie zu verlegen.

Handball 03.02.2026

Oberliga-Alltag statt EM-Finale

In die Röhre schauten am Sonntagabend die Handballerinnen vom TV Borken. Anstatt das EM-Finale zwischen Deutschland und Dänemark live im Fernsehen zu verfolgen, musste der Oberligist beim TSV Bocholt um Meisterschaftspunkte spielen.

Die Handball-Europameisterschaft 2026 ist seit Sonntagabend in den Büchern. Dabei hat die Kontinentalmeisterschaft einmal mehr für viel Spannung gesorgt und insbesondere hierzulande durch beeindruckende Leistungen der Deutschen Nationalmannschaft ein Millionenpublikum vor die Fernsehgeräte gelockt. Kaum verwunderlich also, dass in den hiesigen Handballverbänden sogar Meisterschaftspartien im Amateurbereich verlegt wurden, um die entscheidende Finalpartie gegen Dänemark am Sonntagabend live verfolgen zu können. Nicht aber das Ligaspiel des TV Borken, dessen Oberliga-Frauen genau zeitgleich beim TSV Bocholt antreten mussten. Während andere also sonntags um 18 Uhr den deutschen Stars zuschauten, duellierte sich das Team um Trainerin Eva Westheider mit dem TSV im Derby um zwei Punkte.

Bei den Borkenerinnen sorgte die Entscheidung im Vorfeld für großen Frust – schließlich baten die Blau-Weißen ebenfalls um Verlegung. Seitens des gastgebenden Bocholter Vereins wurde der Vorschlag jedoch abgelehnt, sodass der TVB zum Antreten gezwungen war. Andernfalls wären die Zähler dem Ligakonkurrenten kampflos zugesprochen worden. „Ich war dadurch das gesamte Wochenende ziemlich bedient“, erklärt Westheider, die sich durchaus gefrustet zeigt: „So ein Endspiel mit entsprechender Beteiligung ist für viele ein absolutes Highlight. Dass die deutsche Mannschaft das Finale erreicht hat, ist grandios. Natürlich hätten wir die Partie deshalb nur zu gerne angeschaut.“

Seitens des hiesigen Handballverbands Nordrhein werden Spielverlegungen aus besagten Gründen problemlos akzeptiert. Sanktionen drohen den betroffenen Vereinen in diesem Fall nicht. Allerdings begründeten die Bocholter ihren Standpunkt mit personellen Voraussetzungen, weshalb keine Einigung zwischen den Teams erzielt werden konnte. „Wir haben ihnen vieles angeboten“, berichtet Westheider, „wir hätten schon morgens dort antreten können, hätten auch einen Termin unter der Woche in unserer Halle zur Verfügung gestellt. Selbst einer Doppelbelastung an einem Wochenende hätten wir zugestimmt.“ Nichts von alledem war jedoch gewollt. So bleibt auf Seiten der Borkenerinnen ein bitterer Beigeschmack, auch wenn sich die Trainerin darum bemüht, Verständnis für die Entscheidung des Gegners aufzubringen: „Schade ist es aber schon. Zumal festzuhalten bleibt, dass es in diesem Spiel nicht wirklich um etwas geht. Wir spielen weder um den Aufstieg, noch gegen den Abstieg.“ Für Genugtuung dürfte auf Borkener Seite zumindest das Ergebnis gesorgt haben, immerhin setzten sich die Gäste hauchdünn mit 26:25 durch und nahmen dadurch zwei Punkte mit nach Hause. „Wenigstens die letzten zehn Minuten des Finalspiels konnten wir noch gemeinsam in der Kabine verfolgen“, so Westheider. Zwar setzte sich Gastgeber Dänemark am Ende klar und wohl auch verdient durch, jedoch ist der Stolz über die Leistung des DHB-Teams ungebrochen. Und die Enttäuschung auf Seiten des Borkener Klubs groß, dass das Endspiel um den Titel nicht im gewünschten Rahmen verfolgt werden konnte.

„Ich war dadurch das gesamte Wochenende ziemlich bedient.“

TVB-Trainerin Eva Westheider

 

Erstellt von der BZ Sebastian Helmke 02.02.2026

„Die Nachfrage war sofort sehr groß“, berichtet Theresa Röttger (hintere Reihe, 3. von rechts), Initiatorin des Glücksteams beim TV Borken. Noch vor der Winterzeit wurde der Trainingsbetrieb aufgenommen. Mittlerweile musste ein vorläufiger Aufnahmestopp verhängt werden.

Handball 30.01.2026

Borkener Glücksteam: „Das läuft hier“

Das Glücksteam des TV Borken erfreut sich großer Beliebtheit. Dieses Inklusionsprojekt der Handball-Sparte bietet Kindern und Jugendlichen mit erhöhtem Förderbedarf eine sportliche Heimat. So groß ist die Nachfrage, dass die Initiatoren sogar einen vorläufigen Aufnahmestopp verhängen mussten.

Viele Spielstationen, bunte Luftballons und strahlende Kindergesichter. Wer dem Glücksteam des TV Borken einen Besuch abstattet, der wird unweigerlich etwaige Feststellungen treffen. Der Betrieb rund um die Inklusionsmannschaft der Handball-Sparte des Borkener Klubs, die im vergangenen Jahr als Teil der „Glücksliga“ ins Leben gerufen wurde und den Trainingsbetrieb noch vor der Winterzeit aufgenommen hat, läuft mittlerweile auf Hochtouren. Und das Angebot, das sich insbesondere an Kinder und Jugendliche mit erhöhtem Förderbedarf richtet, erfreut sich einer großen Beliebtheit. Sogar so sehr, dass die Initiatoren um Theresa Röttger einen vorläufigen Aufnahmestopp verhängen mussten.

Große Nachfrage

„Die Nachfrage war sofort sehr groß“, erzählt Röttger, die reges Interesse von allen Seiten verzeichnen durfte, als sie im Sommer des vergangenen Jahres mit der Idee an den Verein herangetreten ist. „Sowohl der Hauptverein als auch wir als Handball-Abteilung waren völlig angetan von der Sache“, führt TVB-Abteilungsleiter Holger Waschkowski aus, „es ist einfach unglaublich toll, was hier auf die Beine gestellt wird. Es verdient Aufmerksamkeit und die volle Unterstützung.“

Kinder und Jugendliche mit Behinderung im Fokus

Denn die Thematik, die hinter der Idee der „Glücksliga“ steckt, ist anspruchsvoll und erfordert viel Herzblut: So stehen vor allem Kinder und Jugendliche mit Behinderung im Fokus, ihnen soll ein entsprechendes Angebot geschaffen werden. Röttger: „Die meisten von ihnen wollen einfach nur dabei sein, sie wollen Teil der Gemeinschaft sein und ganz normal ihrer Freude für sportliche Aktivitäten nachgehen.“

Ursprung des Projekts in Dänemark

Seinen Ursprung hat das noch vergleichsweise junge Projekt in Dänemark, wo die dort beheimatete Nationalspielerin Rikke Nielsen im August 2017 die „LykkeLiga“ ins Leben rief und in Aalborg das erste Handballteam für behinderte Kinder gründete, die „Aalborg Kidz“. Kinder, die in die bestehenden Angebote nicht hineinpassten. Heute umfasst allein die Mannschaft aus Aalborg 60 Kinder. Und nachdem der Trend sich 2021 auf Deutschland ausbreitete, gehören der Vereinigung mittlerweile 43 Vereine aus der gesamten Republik mit weiterhin zunehmendem Trend an.

Sechs Trainerinnen und Trainer

Wo also Teile der Gesellschaft sich schwer tun oder gar wegschauen, da gucken Röttger und ihre Mitstreiter genauer hin und machen genau in dieser Nische den Kern ihrer ehrenamtlichen Arbeit aus. „Die Kinder sind absolut herzlich. Natürlich muss man abwägen, wer vielleicht etwas mehr Aufmerksamkeit bedarf, aber wir sind hier alle mit viel Freude dabei“, führt die Borkenerin aus. Sechs Trainerinnen und Trainer stehen dem Inklusionsteam zur Seite, die für die Planung und Gestaltung verantwortlich zeichnen. Neben Röttger sind dies Hans Krautwurst-Rusch, Maria Daufenbach, Sarah Lütkenhaus und Sarah Arnold.

„Ich habe ein super Team um mich herum“

Der sechste im Bunde ist Antonius Heling – für viele einfach nur „Toni“. Der 22-Jährige ist der jüngere Bruder von Theresa Röttger und hat selbst das Down-Syndrom. Trotzdem – oder gerade deshalb – wurde er zum „Cheftrainer“ benannt und lebt diese Rolle mit voller Leidenschaft aus.

„Das läuft hier“, kommentiert er breit grinsend, „ich habe ein super Team um mich herum. Und ich bin hier gerne Trainer.“ So folgt er den Übungen und Spielstationen aufmerksam und steht den rund 16 Kindern, unter denen gleichermaßen Betroffene, Autisten und jene mit anderen Krankheitsbildern sind, mit Rat und Tat zur Seite. „Manchmal spiele ich auch etwas mit“, meint Toni, „vor allem helfe ich aber den anderen.“ Ergänzt wird das Betreuungsteam durch die beiden 13-jährigen Jule Röttger und Anna Daufenbach.

„Wir wachsen gemeinsam in diese Rolle hinein.“

Trainer Hans Krautwurst-Rusch

„Somit können wir eine gute Betreuung gewährleisten. Wir haben darüber hinaus den Vorteil, dass viele von uns entsprechende berufliche Erfahrungen mitbringen“, ergänzt Röttger. Sie selbst ist Physiotherapeutin, kann überdies auf die fachlichen Kompetenzen von einem Krankenpfleger, einer Gesundheits- und Krankenpflegerin und zwei Ergotherapeutinnen bauen, die beide an der Förderschule unterrichten. Arnold ist dort zudem Fachlehrerin mit Förderschwerpunkt.

Im Umgang mit Menschen sind sie somit vertraut und haben auch medizinisches Know-How. „Den Rest bringen wir uns quasi selbst bei“, führt Krautwurst-Rusch an, „da gibt es niemanden, der uns anleitet. Bestimmt wird es Schulungsangebote geben, in erster Linie sind wir aber als Team kreativ und wachsen gemeinsam in diese Rolle hinein.“

Gemeinschaft und Zusammenhalt

Sportlich soll es in den wöchentlichen Trainings durchaus zur Sache gehen. Gemeinsames Aufwärmen und Bewegungsspiele stehen ebenso auf der Todo-Liste wie auch die Ballgewöhnung, handballspezifische Übungen und die Förderung von Koordination und Motorik – alles auf spielerische Art und Weise. Die meisten Kinder tragen schon den Trainingsdress des Borkener Glücksteams und sorgen damit für ein einheitliches Bild.

Ein Bild, das von Gemeinschaft und Zusammenhalt zeugt, wofür eben jenes Projekt stehen soll – ganz unabhängig von körperlichen und geistigen Voraussetzungen.

Erstellt von der BZ 28.01.2026 Sebastian Helmke

Hochkarätiges Comeback: Nach langer Verletzungspause steuerte Esther Langenhoff zehn Treffer zum Sieg gegen Straelen bei.

Handball 28.01.2026

Oberligist TV Borken überrumpelt den SV Straelen

Vor einer Woche stolperten die Oberliga-Handballerinnen des TV Borken noch über das Schlusslicht. Doch Spuren hinterließ dieser Fauxpas keineswegs – so war der Sieben von Trainerin Eva Westheider ihr Wackler am Samstagabend nicht im geringsten anzumerken.

Gegen den SV Straelen lieferte der TVB beim 36:29 (18:14) die perfekte Antwort und ließ einmal mehr einen Rangvierten alt aussehen. „Wer nicht in der Halle war, der hat definitiv etwas verpasst“, meinte Westheider.

Die Borkenerinnen zeigten große Spielfreude, präsentierten sich mutig und setzten Straelen mit ihrem Tempospiel immer wieder unter Druck. Darüber hinaus überzeugten sie aber auch mit ihrem kämpferischen Willen und sorgten auf diese Weise für eine Reihe von gelungenen Aktionen. „Die Mannschaft hat auf ganzer Linie überzeugt“, so Westheider, „die Punkte hat sie sich absolut verdient.“

Enge Deckung, starke Offensive

Dass sich die Rückkehr von Esther Langenhoff positiv auf das Spiel des TVB auswirken sollte, zeigte schon die Anfangsphase auf, schließlich steuerte die lange verletzte Leistungsträgerin bereits vier Treffer zum zwischenzeitlichen 8:6 bei (12.). Auch durch eine enge Deckung ließ sich die 26-Jährige nicht aus dem Spiel nehmen – gleiches traf aber auch auf die weitere Offensivriege zu, die – wie die erst 17-jährige Anneli Finke oder Rückraumspielerin Maike Hörnemann – immer wieder Lücken in der Straelener Abwehr ausmachten.

Westheider: „Diese Spiele machen Mut“

Doch auch in der Defensive gab Borken eine gute Figur ab, nahm die Zweikämpfe an, verbuchte einige Ballgewinne, die für Entlastung sorgten und hatte im eigenen Kasten mit Leah Baron einen starken Rückhalt. So konnte sich der TVB nicht nur eine klare Pausenführung erspielen, sondern die im Verlauf der zweiten Halbzeit auch souverän behaupten. Westheider: „Diese Spiele machen Mut und lassen uns positiv nach vorne blicken.“ Dass sich der TVB auf Rang elf zu verbessern wusste, dürfte gewiss als positiver Nebeneffekt zu werten sein. Allerdings macht vor allem die Art und Weise, wie dieser fünfte Saisonsieg zustande kam, machte Lust auf noch mehr.

TV Borken: Hoevelbrinks (2), Honderboom (1), Möllmann, Tepferd (3), Kramer (1), Brands (1), L. Hörnemann (2), Finke (7), Stroick (1), Meier, Pass, Langenhoff (10), Nondorf (1), M. Hörnemann (7), Baron.

 

Erstellt von der BZ Sebastian Helmke 25.01.2026

Schach 26.01.2026

TV Borken steht im Pokalfinale

Der TV Borken steht im Pokalfinale des Schachbezirks Borken und hat sich so für den NRW Pokal qualifiziert. Mit dem denkbar knappen Ergebnis von 2,5:1,5 gewannen die Borkener das Lokalderby beim benachbarten SV Heiden. Marcel Boldrick setzte an Brett 4 Heidens Jonas Meis unter Druck, so dass dieser viel Bedenkzeit verbrauchte. In Zeitnot verteidigte sich Jonas Meis aber korrekt und konnte so das Unentschieden halten. Auch Klaus Schroer konnte sich am Spitzenbrett optische Vorteile erkämpfen, die aber nicht zum Partiegewinn reichten. Andreas Leidig konnte die Stellung wieder ausgleichen und folgerichtig einigten sich beide auf Remis. David Beckmann lehnte das Remisangebot seines Gegners Alfred Berger hingegen ab. Ein Figurenopfer des Heideners für 2 Bauern brachte dem Heidener jedoch nicht den erhofften Durchbruch. Vielmehr konnte David Beckmann seine Verteidigung konsolidieren und anschließend Bauer für Bauer gewinnen bis er seinen Kontrahenten zur Aufgabe zwang. Philipp Schulze-Schwering versuchte in einem Turmendspiel mit einem Mehrbauern ebenfalls zu gewinnen. Heidens Hermann Wienen verteidigte aber geschickt und konnte durch einen Bauerndurchbruch das Remis erzwingen. Das Unentschieden reichte jedoch nicht, um die Wende im Mannschaftskampf zu erreichen und so trifft Borken nun im Finale auf den favorisierten SV Südlohn.

Gruppenfitness im Studio: Teilnehmer üben auf blauen Gymnastikbällen mit Blick zur Fensterfront.
Turnen 19.01.2026

TV Borken - bewegt -
Ein neues Breitensportangebot

Du hast Lust den Alltag zu vergessen und dich sportlich zu betätigen?

Festlegung auf eine Sportart war noch nie dein Ding? Dann bist du hier genau richtig!

Wir bieten dir ein abwechslungsreiches Sportangebot mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Bewegungsspielen.

 

Neugierig? Dann komm gerne vorbei. Wir freuen uns auf dich.

 

Wo:                 Sporthalle der Schönstätter-Marienschule an der Jahnstraße                                       

Wann:             montags von 20.30 – 21.30 Uhr

 

Der Kurs wird geleitet von Marion Höing (ÜBL-C).

Anmeldungen bitte an center@tv-borken.de oder tel. 02861-8949410

 

Das Angebot startet am 02. März 2026.